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Schenefelder Tageblatt

22. Oktober 2017 | 12:24 Uhr

Kosaken treffen Nerv des Publikums

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Beeindruckendes Konzert in der Stephanskirche / Zuhörer in den Bann gezogen

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Mit schwermütigen und traurigen sakralen Gesängen sowie fröhlich-temperamentvollen Liedern verzauberten sieben Maxim Kowalew Don Kosaken das Publikum in der Stephanskirche. Das musikalische Angebot der ausgebildeten Gesangskünstler nahmen die Schenefelder in der sehr gut besuchten Kirche dankbar an. Viele Zuhörer genossen das umfangreiche Repertoire anspruchsvoller russischer Vokalmusik.

Wie bei den meisten Konzerten der Don Kosaken durften kirchliche Lieder wie „Lobet den Namen des Herrn“, das Volkslied aus Georgien „Suliko“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“ nicht fehlen. Dem Zuhörer war es ein Leichtes, sich beim Vortrag von „Suliko“ (Sucht ich ach das Grab meiner Liebsten) in die russische Landschaft Georgien mit spektakulären Bergketten zu versetzen.

Bei dem häufig bei Gala-Konzerten vorgetragenen Lied „Abendglocken“ schafften es die sieben Elite-Sänger, mit ihren vibrierenden Stimmen förmlich die Glocken zum Klingen zu bringen. Beim musikalischen Vortrag faszinierte der Chor auch ohne Orchesterbegleitung mit Stimmgewalt und technischer Brillanz. So manchem Zuhörer standen beim Konzert die Tränen in den Augen, was vielleicht auch auf den tragischen Inhalt zurückzuführen war. „Der Klang der Abendglocken, wie viele Gedanken ruft er hervor, über die Tage der Jugend im heimatlichen Kreise, wo ich liebte, wo mein Elternhaus stand“.

Einige Schenefelder wie Hannelore Nießen freuten sich über den Vortrag bekannter Lieder. „Es ist schön, dass Bachs ‚Ave Maria‘ zum Spektrum gehört“, so Nießen, die ihre Karte beim Schenefelder-Tageblatt-Gewinnspiel ergatterte. Ebenso genoss Gunder Kayser das Konzert. „Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen“, lobte Kayser. Beim Vortrag von Volksweisen wie „Oj Ty Galia“ und „Kalinka“ konnten einige der Sänger mit Solo-Vorträgen begeistern. Die restlichen Männer blieben bewusst im Hintergrund und boten die dazugehörige stimmliche Hintergrundmusik.

Beim Lied „Kalinka“ klatschten die Zuschauer enthusiastisch mit und wie bei den anderen Liedern gab es viel Applaus. Eines war klar: Mit ihrem Konzertprogramm trafen die Musiker den Nerv des Publikums. Dass sich die russische Seele in den Liedern ausdrückt, durften die Zuhörer hautnah erleben.



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