Konzerte und Pop-Oratorium

Der Chor der Paulskirchengemeinde in Schenefeld wurde über die Zeit durch zahlreiche Musiker geprägt.
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Der Chor der Paulskirchengemeinde in Schenefeld wurde über die Zeit durch zahlreiche Musiker geprägt.

32 Sänger vom Chor der Schenefelder Paulskirchengemeinde singen im Gottestdienst – und auf der großen Bühne

shz.de von
10. Oktober 2018, 16:04 Uhr

Der Auftritt beim Pop-Oratorium Martin Luther in der Hamburger Barclaycard Arena zählt zu einem der Höhepunkte in der Historie des Chors der Paulskirche. Die Sänger der Schenefelder Kirchengemeinde hatten dort im Februar 2017 im Zuge des
500. Reformations-Jubiläums beim Pop-Oratorium mitgewirkt.

Doch den insgesamt
32 Sängern bereiten auch ihre regelmäßigen Auftritte im Gottesdienst der Paulskirche Freude. Etwa zehn Mal pro Jahr gestalten sie die kirchlichen Veranstaltungen mit. Der Chor ist aktuell dabei, sich auf seinen Auftritt im Zuge des Adventskonzerts am Sonnabend,
8. Dezember, um 18 Uhr in der Paulskirche vorzubereiten. Die Sänger bringen während des Konzerts in der Kirche Werke von Franz Schubert und Thomas Tallis zu Gehör.

Chorleiter Peter Sun Ki Kim leitet den Chor seit fast einem Jahr. Er trat in die Fußstapfen der Kirchenmusikerin Ji-Hyuan Park. „Per Sun Ki Kim motiviert uns mit seiner ansteckenden Fröhlichkeit und seiner hohen Kompetenz“, erläutert Ingrid Franke.

Der Chorleiter legt seinerseits viel Wert darauf, dass die Singenden beim Vortrag die christliche Botschaft verinnerlichen. „Der Glücksfaktor beim Singen spielt für mich eine große Rolle“, erläutert Kim. Der in Australien aufgewachsene Pianist mit südkoreanischen Wurzeln absolviert neben seiner Chorleitertätigkeit ein Kirchenmusikstudium an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater.

Mit 34 Sängern im Alter von 32 bis 90 Jahren weist der Chor eine gute Mischung auf. Die Mitglieder wissen die einmal wöchentlich veranstalteten Proben zu schätzen. Viele Freundschaften haben sich hier gebildet. „Singen befreit die Seele“, weiß Rosi Pohlmann. Wie Ulla Flint liebt es auch das älteste Chormitglied Walter Reiniger (88), Ohrwürmer zum Klingen zu bringen. Flint singt seit 1980 im Chor und ist dankbar, alle Choräle zu kennen.

Reiniger ist maßgeblich an der Entwicklung des Chores beteiligt. „Es ist notwendig, dass ich da bin, weil es bei uns wenige Männerstimmen gibt“, sagt das Chor-Urgestein. Er leitete selbst von 1983 bis 1984 den Chor ehrenamtlich. Außer Reiniger haben zahlreiche Chorleiter die Geschichte der überwiegend aus Laien bestehenden Gemeinschaft geprägt. Gertrud Hinrichsen, Bruno Nimtz, Uta Meis, Maren Dinkelacker, Christiane Bumann, Elisabeth Ripken sind nur einige von ihnen, die engagiert zur Entwicklung der Gemeinschaft beitrugen.

Das Repertoire besteht überwiegend aus klassisch-kirchlichem Liedgut. Insgesamt 14 Sopran-, zwölf Alt-, eine Tenor- und sieben Bassstimmen gehören dem Chor an. Die Mitwirkenden singen in deutscher, englischer, lateinischer und italienischer Sprache. Auch koreanische und hebräische Lieder gehören zum Repertoire.

Der Chor existiert bereits seit 1942. „Die ersten Mitglieder fanden sich aus Lust und Liebe zum Gesang aus Privatinitiative zusammen“, schreibt Maria Lindenau im Gemeindebrief im Januar 1980. Es sei, wie heute auch, ihr Hauptanliegen, die Besucher zu erfreuen und mitzuhelfen, den Gottesdienst abwechslungsreich zu gestalten.

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