Schenefeld : Konflikt um barrierefreien Notausgang im Forum

Friederike Pavenstedt aus Schenefeld setzt sich seit 2006 für Barrierefreiheit in ihrer Heimatstadt ein.
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Friederike Pavenstedt aus Schenefeld setzt sich seit 2006 für Barrierefreiheit in ihrer Heimatstadt ein.

Ob ein zweiter geschaffen werden soll, steht noch nicht fest.

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17. September 2014, 14:00 Uhr

Schenefeld | Es gibt nur einen barrierefreien Notausgang im Forum. Ob ein zweiter geschaffen werden soll, steht noch nicht fest. Der Bauausschuss hat sich dafür ausgesprochen, dass der Veranstaltungssaal, in dem mehr als 400 Besucher Platz finden, noch einmal von Experten der Feuerwehr und der Pinneberger Kreisverwaltung inspiziert wird.

„Wir sind auf der Suche nach einer Lösung“, betonte die Vorsitzende des Bauausschusses, Susanne Broese (CDU). Die Politiker hätten verstanden, dass behinderte Menschen sich in der jetzigen Situation unsicher fühlten. Friederike Pavenstedt von der AG Barrierefreiheit hatte Handlungsbedarf angemeldet. „Was passiert, wenn im Foyer ein Feuer ausbricht, dann ist der einzige barrierefreie Notausgang versperrt.“ Besucher, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen seien, könnten die Notausgänge neben der Bühne nutzen, behinderte Menschen nicht.

Die Stadt hatte keinen Handlungsbedarf gesehen. Sie verweist darauf, dass laut Gutachten alle Vorschriften und Richtlinien im Forum erfüllt werden. Trotzdem wurde der Umbau der Stufenanlage geprüft. Das Problem: Die Rampen dürfen nur eine Neigung von fünf Prozent aufweisen. Bei einem Höhenunterschied von 72 Zentimetern müsste die Rampe 17,40 Meter lang sein. Das sei baulich nicht umzusetzen. Nun warten die Politiker auf das Urteil der Experten.

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