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Schenefelder Tageblatt

13. Dezember 2017 | 08:25 Uhr

Kita-Krise: Lebenshilfe hilft aus

vom

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Schenefeld | Kein Kinderlachen, stattdessen das eintönige Brummen des Gebläses. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Auch einen Monat nach dem Wasserschaden im Neubau der Kinderkrippe in der Bogenstraße (wir berichteten) ist nicht abzusehen, wann der Betrieb dort aufgenommen werden kann. Das ist die schlechte Nachricht. Doch es gibt auch eine gute: In der Kita-Krise wurde gestern Morgen eine Lösung gefunden. "Die Betreuung der 15 Jungen und Mädchen ist sicher gestellt", betonte Sozialamtschef Axel Hedergott.

Die Lebenshilfe Schenefeld springt in die Bresche. Die Krippenkinder werden auf dem Areal der Lebenshilfe-Gärtnerei am Gremsbargen untergebracht - und zwar in der Zeit vom 1. September bis zum 30. Oktober. Der Kreis Pinneberg als Aufsichtsbehörde habe dieser Übergangslösung zugestimmt.

"Wir sind glücklich, dass uns die Lebenshilfe die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt", sagte Hedergott, der die letzten Details der Vereinbarung mit der Lebenshilfevorsitzenden Christine Heins sowie den Geschäftsführern Christa Lewon und Werner Hatje klären konnte. "In der kommenden Woche werden wir alle betroffenen Eltern über alle Einzelheiten informieren", versprach Hedergott. Auf dem Gelände am Gremsbargen werden von der Lebenshilfe behinderte Menschen betreut.

Glücklich ist Sabine Jacobsen, Leiterin der Paulskirchen-Kita an der Bogenstraße, über die ganze Situation nicht. "Das ist ein Kompromiss, eine Zwischenlösung. Damit müssen wir leben." Am Gremsbargen werden den Kindern zwei große Räume und ein kleiner Außenbereich zur Verfügung stehen. "Unser Personal übernimmt von Anfang an die Betreuung. Die Bezugspersonen sind für die Kinder enorm wichtig", betont Jacobsen. Für den Monat August sorgen die Eltern in Absprache mit der Kita-Leitung selbst für die Betreuung ihrer Kinder.

Ein Teil der neu bestellten Möbel wird jetzt am Gremsbargen aufgebaut. "Für die Jungen und Mädchen sollen keine Nachteile durch diese Übergangslösung entstehen", sagt Hedergott. Er musste die vergangenen Wochen als Krisenmanager ran, prüfte verschiedene Alternativen. "Mit der gefundenen Lösung können wir eine Betreuung in Schenefeld anbieten. Zudem werden die Gruppen nicht auseinandergerissen."

Schenefeld und der Krippen-Ausbau: Die Stadt hatte gleich zweimal großes Pech. Monatelang lief der Neubau an der Bogenstraße ohne Probleme. Kurz vor der Fertigstellung bohrten Arbeiter beim Anbau der Sanitäranlagen die Fußbodenheizung an. Der Estrich wurde stark durchfeuchtet.

Schon Monate früher erlebte die Stadt ein Kita-Fiasko an der Lindenallee. Die Bauarbeiten für die "Biene Sonnenstrahl" - hier sollen 20 Krippenplätze entstehen - wurden eingestellt. Der Kreis Pinneberg hatte so gravierende Verstöße bei der Ausschreibung festgestellt, dass er Fördermittel nicht auszahlte. Das Förderzentrum Friedrichshulde als Bauherr musste den Architekten austauschen. Noch ist unklar, wann die Bautrupps wieder anrücken können, um die Kita fertig zu bauen.

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