zur Navigation springen

Paulskirchengemeinde in Schenefeld : Kindern den Weg zu Gott zeigen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Lena Müller ist die neue Diakonin der Gemeinde. Als Tochter eines Diplomaten reiste um die Welt - und hat nun ihre Heimat gefunden.

Lena Müller ist nicht mit Gott groß geworden. Als Tochter eines Diplomaten in der ehemaligen DDR spielte der Glaube in ihrer Familie keine große Rolle. Neu-Dehli, Jakarta und Berlin waren Stationen ihrer Kindheit, ihrer Jugend. Heute ist der Glauben, ist Gott, das feste Fundament für das Leben der 31-Jährigen.

Seit neun Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Schenefeld. Seit 1. August ist Müller als Kinder- und Jugenddiakonin für die Paulskirchengemeinde tätig. Denn zuvor hatte sie neun Jahre lang als Baptistin ehrenamtlich Jugendarbeit in der Anskar- und Josuagemeinde geleistet. „Dabei habe ich gemerkt, dass ich auch in Zukunft mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchte.“ Sie schließt eine dreijährige Ausbildung als Sozialarbeiterin und Diakonin am Rauhen Haus in Hamburg erfolgreich ab. Als die Stelle in der Paulskirchengemeinde frei wird, sucht Müller das Gespräch mit den Pastoren Kerstin und Paul Otterstein. Ein bisschen Skepsis ist dabei. Eine Freikirchlerin in der evangelischen Kirche. Geht das? Es geht.

„Ich möchte jungen Menschen den Weg zu Gott zeigen“, sagt Müller. Sie setzt auf persönliche Begegnungen. Auf Beziehungen. „Sie müssen fühlen, dass sie gesehen werden. Sie müssen merken, dass sie gemocht werden. Bei uns können sie so sein, wie sie sind“, sagt die Diakonin.

Jugendtreff, Jugendforum, Konfirmanden, Kindergottesdienste: Die Bibel muss bei Müller immer dabei sein. „Wir müssen helfen, sie zu übersetzen, aufzeigen, dass Vieles auch in heutiger Zeit Bedeutung hat, Gültigkeit besitzt.“ Für die Diakonin steht fest, dass Menschen in ihrem Leben an Grenzen stoßen, an denen nur Gott weiterhelfen kann.

Müller hat eine halbe Stelle. Mehr geht zurzeit auch nicht. Ihr drei Jahre alter Sohn fordert sie voll und ganz. In Schenefeld ist die kleine Familie längst heimisch geworden. Zur Arbeit geht es meistens mit dem Rad. Musik ist ihr wichtig. Sie singt. Sie spielt Bassgitarre. Gemeinsam mit ihrem Mann spielt sie in einer Lobpreisband. Der Sport – Volleyball und Fußball – kommt schon lange zu kurz. Aber der Tatort am Sonntagabend ist gesetzt.

Ein Gott, aber zwei Gemeinden: Lena Müller hat die doppelte Mitgliedschaft. Die 31-Jährige ist in der Paulskirche und in der Josuagemeinde aktiv.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen