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„In einem fremden Land“ : Kinder und Jugendliche stellen im Kunsthaus aus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ausstellung „In einem fremden Land“ im Kunsthaus Schenefeld mit Werken von 50 Kindern und Jugendlichen eröffnet.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Pandabären, Elefanten, verschleierte indische Frauen stehen bei der Ausstellung „In einem fremden Land“ im Mittelpunkt. 50 Kinder und Jugendlichen zeigen aktuell ihre Bilder im Kunsthaus Schenefeld. Bei den Werken handelt es sich um Motive aus den Bereichen Landschaft, Architektur, Porträt und Malerei.

Die jungen Nachwuchstalente sind Teilnehmer der Kurse von Ute Bresch, Annette Herbers und Michaela Poser. „Wir sind sehr stolz auf euch und eure wunderschönen Werke“, sagte Kunstlehrerin Ute Bresch. Außer den „alten Mal-Hasen“ waren einige Kinder dabei, die seit ihrer malerischen Früherziehung einmal in der Woche im Kunsthaus arbeiten. Annette Herbers und Michaela Poser machten sie zusammen mit Bresch mit unterschiedlichen Techniken vertraut.

Das Thema „In einem fremden Land“ stieß laut der Dozentin bei allen Kindern „auf große Begeisterung“. Bevor sie sich ans Werk begaben, tauschten sich die jungen Talente assoziativ aus. Die Mädchen und Jungen besprachen, welche Orte und Länder sie bereits besucht hatten und in welche Länder sie gerne reisen würden. Die Ideen für die Motive entstanden somit in einem kontinuierlichen Prozess.

„Im Montagabend-Kursus reisten die Kinder nach England zur Tower Bridge“, erläuterte Bresch. Bei der Auseinandersetzung mit Indien stießen die Kinder auf verschleierte Mädchen und bunt bemalte Elefanten. Während ihrer Fantasietour nach Kenia trafen die Malenden auf Raubkatzen. Pandabären kreuzten ihren Weg auf dem asiatischen Kontinent. „Aber auch fantasievolle Drachen entgingen unserem wachen Auge nicht“, so die Dozentin. Fluchtpunkte wurden gesucht und gefunden – und alle Farben von den Kindern selbst gemischt.

„Die Teilnehmer des Mittwoch-Kurses umrundeten den Erdball von Paris bis nach Halifax und schauten bei Leuchtfeuern nach dem Rechten“, so Bresch. Auch Kamele, Affen und Giraffen wurden gesichtet. „Dabei haben wir einen Weg gesucht, abstraktere, ganz eigene Bilder zu entwickeln“, erläuterte Bresch.

Kunstlehrerin Ute Bresch führte durch die Ausstellung. (Foto: Heiderhoff)
Kunstlehrerin Ute Bresch führte durch die Ausstellung. (Foto: Heiderhoff)
 

Es wurden Fotos ausgesucht, zerschnitten und neu wieder zusammengesetzt. Die Jugendlichen klebten ihren eigenen Bilderentwurf im Skizzenbuch auf und malten nach diesen Vorlagen. „Es ist ihnen ausgezeichnet gelungen, sich mit den diversen Möglichkeiten der Malerei auseinanderzusetzen“, bilanzierte die Lehrerin.

Insgesamt gibt es im Kunsthaus 300 Malschüler. Die bei der Vernissage zahlreich erschienenen Besucher waren von den Künsten der jungen Kreativen angetan. „Ich bin überrascht und begeistert, was die Kinder hier leisten“, sagte Gisela Pohl, Großmutter von Kaja (14).

Zahlreiche Kinder und Jugendliche schätzen im Kunsthaus den geselligen Aspekt. „Sie treffen hier einmal in der Woche ihre Freunde“, erläuterte Bresch. Johanna (14) entschied sich für einen der Kurse, weil „sie schon immer gerne gemalt hat“.

Kunsthaus-Chefin Marianne Elliott-Schmitz gründete das Kunsthaus im Jahr 1999, um Kindern und Jugendlichen die Grundlagen für eine fundierte Malausbildung mit auf den Weg zu geben. „Ich habe meiner Tochter das Malen beigebracht und mich gefragt, wie andere Kinder es erlernen können“, sagte Elliott-Schmitz. Die Werke der acht bis 16 Jahre alten Künstler sind noch bis Freitag, 5. Juni, im Kunsthaus, Friedrich-Ebert-Allee 3-11, ausgestellt.

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