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Geplatzte Träumereien : Keine U-Bahn für Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bürgermeisterin trifft sich mit dem Staatsrat der Hamburger Verkehrsbehörde. Es wird eine schnellere Busverbindungen in Aussicht gestellt.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 14:30 Uhr

Schenefeld | Eine Stadt träumt von der Schiene: Bürgermeisterin Christiane Küchenhof eilte persönlich in die Hamburger Wirtschafts- und Verkehrsbehörde, um bei Staatsrat Andreas Rieckhof die Interessen der kleinen Stadt bei den U-Bahn-Plänen der großen Stadt zu vertreten. Eine eigene U-Bahn-Station am Schenefelder Platz oder gar am „Stadtzentrum“ kann sich Schenefeld abschminken. „Das lässt sich nicht realisieren“, sagte Küchenhof. Das Signal des Staatsrats sei deutlich gewesen. Denn die Kosten für eine U-Bahn seien enorm.

Wie berichtet, plant Hamburg die neue U5 von Bramfeld über die Innenstadt bis nach Lurup, um den Westen besser anzubinden. Kurz vor der Landesgrenze, kurz vor der Schenefelder Stadtgrenze, soll die Linie enden. Genau das wollen Schenefelds Politiker verhindern. Doch der Traum ist schon geplatzt.

Auch die zweite Option bricht für Schenefeld weg. Denn eine Stadtbahn – für Küchenhof die realistischere Chance, Schenefeld ans Hamburger Schienennetz anzubinden – schloss Rickhof kategorisch aus. Diese Entscheidung war in Hamburg bereits im Juli 2011 gefallen.

Die Hansestadt setzt für Hamburgs Westen auf die U-Bahn-Linie. Dort leben 14.000 Einwohner pro Quadratkilometer. In Schenefeld sind es 2000 Einwohner pro Quadratkilometer.

(Darstellung: Stepmap.de)

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Laut Küchenhof soll Schenefeld aber von der weiteren Beschleunigung der Metrobuslinien 2 und 3 profitieren. Die Fahrzeit nach Altona würde sich um fünf Minuten, die in die Innenstadt um zehn Minuten verkürzen. Um in die U-Bahn zu steigen, müssten die Schenefelder in Zukunft in Osdorf einsteigen. Baubeginn für die U 5 soll frühestens 2020 sein. Die Kosten werden auf 3,8 Milliarden Euro geschätzt. Eine U-Bahn-Station in Osdorf: Auch das hält Schenefelds Verwaltungschefin für eine Verbesserung im Öffentlichen Nahverkehr, von der auch Schenefelder profitieren würden.

Die Bürgermeisterin war nicht nur in Hamburg aktiv. Sie hat inzwischen auch Kontakt zur Technischen Universität in Hamburg Harburg aufgenommen. Ziel ist die Erarbeitung einer Masterthesis zum Thema Schienenverkehr im Hamburger Westen. Schenefelder Fragestellungen könnten mit untersucht werden. Zudem wurde Kontakt zur Südholstein Verkehrs-Gesellschaft (SVG) aufgenommen. Es geht um die Überprüfung der Standortbedingungen für einen ZOB, bei der auch die Schienenanbindung berücksichtigt wird.

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