vernissage : Karierte Kunst zum Schmunzeln

Sophia-Charlotte Wölk, (9, l.) und Greta Bartels (9) sind dicke Freundinnen und waren sich auch bei der Motivsuche einig: Betupfte Gefäße mussten es sein.
Sophia-Charlotte Wölk, (9, l.) und Greta Bartels (9) sind dicke Freundinnen und waren sich auch bei der Motivsuche einig: Betupfte Gefäße mussten es sein.

Schüler gestalten eigene Ausstellung an der Friedrich-Ebert-Allee. Werke sind diese Woche noch zu sehen.

shz.de von
20. Juni 2017, 12:14 Uhr

Schenefeld | Lustig, fantasievoll und ein kleines bisschen verrückt: Die derzeitige Ausstellung im Kunsthaus Schenefeld ist sehenswert. Kleine Künstler präsentieren große Kunst. Das fanden auch die zahlreichen Besucher, die am Wochenende zur Eröffnung kamen. Die bunte Bilderwelt zieht den Betrachter sofort in seinen Bann. Acht- bis 17-jährige Malschüler zeigen, was ihnen zum Thema „Getupftes, Gestreiftes, Kariertes“ eingefallen ist.

Es gibt Pinguine vor einem Karomuster oder ein gestreiftes Zebra vor gestreiftem Hintergrund. Manche Tiere werden farblich und plakativ in Szene gesetzt. Wie der Golden Retriever, der auf einem gestreiften Boden ein Punktgemälde in einer Kunstgalerie betrachtet. Oder der Clownfisch, der in die Freiheit schwimmt, indem er schwarze Streifen durchbricht. Tupfen stehen bei den Stilleben hoch im Kurs, grafische Aspekte bei den Gebäuden und Landschaften. Und Badenixen und Meerjungfrauen gibt es auch – natürlich in entsprechend gestreift-kariert-getupfter Bademode. Die Muster ziehen sich über Seesterne und Schwimmreifen hinweg. Die Meeresfarben sind ganz unterschiedlich – von Türkis bis Grünschwarz.

Kursusleiterin Ute Bresch sagte: „In der Regel mischen unsere Schüler die Farben selbst, aus den Grundfarben Gelb, Rot, Blau. Diesmal durften sie aber auch Spezialtöne wie Türkis und Neonfarben benutzen. Das hat für Begeisterung gesorgt.“ Gemeinsam mit Kollegin Michaela Poser hat Bresch die Ausstellung entwickelt. „Wir hatten zwar unterschiedliche Kurse, aber ein Oberthema.“ Ziel der beiden ist es nicht nur, den Malschülern das Handwerk von der Pieke auf beizubringen. Sie wollen auch, dass die Kinder und Jugendlichen den Mut haben, mit der Kunst zu experimentieren. „Vielleicht können wir dem ein oder anderen Türen in seine eigenen Ideenwelten öffnen“, hoffen sie. Ideengeberin des Themas war Kunsthaus-Chefin Marianne Elliott-Schmitz, die sich während der Ausstellung ganz zurücknahm und ihren Kursleiterinnen das Feld überließ. „Ich freue mich sehr über die Ergebnisse. Es ist eine Schmunzelausstellung geworden“, sagt sie.

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