Junge Forscher für XFEL

Einen Blick auf den Stadtplan werfen Niels Wieruch (von links), Gerhard Manthey, Kai Vogel, Christiane Küchenhof und Ernst Dieter Rossmann.
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Einen Blick auf den Stadtplan werfen Niels Wieruch (von links), Gerhard Manthey, Kai Vogel, Christiane Küchenhof und Ernst Dieter Rossmann.

Die SPD-Abgeordneten Ernst Dieter Rossmann und Kai Vogel wollen Schüler und Studenten für Wissenschaft begeistern

shz.de von
13. Januar 2018, 16:47 Uhr

Im Schenefelder Rathaus ist es Tradition, dass zu Beginn des Jahres der Landtagsabgeordnete Kai Vogel (SPD) und der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) zum Jahresgespräch bei Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) vorbeischauen – so auch dieses Jahr. Ein Besucherzentrum für XFEL, Kooperationen für Auszubildende, Ganztagsbetreuung und Kita-Plätze – die Themenvielfalt war groß. Rossmann und Vogel sagten der Rathauschefin ihre Unterstützung für die Kommune zu.

Besonders das Forschungszentrum der Superlative – XFEL – wollen Vogel und Rossmann mehr in den Fokus rücken. „Die wenigsten in Hamburg haben auch nur den Hauch einer Ahnung, was wir hier haben“, sagte Vogel. Auch bei den Lantagsabgeordneten will er für XFEL werben. Rossmann ging es vor allem um die junge Generation. Eine Schulpartnerschaft sei naheliegend. Das Besucherzentrum soll vorangebracht werden, um Schüler und Studenten für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern. Wissenschaftliche Einrichtungen wie DESY und XFEL bekämen hohe Fördersummen. Deshalb hätten sie außer einem Eigeninteresse für Nachwuchs auch eine „Bringschuld“, das Interesse in der Bevölkerung zu wecken. Vogel stimmte dem zu. Bei DESY gebe es bereits „fantastische Konzepte“ für junge Besucher – beispielsweise Schülerlabore und Experimentiertage. Das wünsche er sich auch für XFEL.

Ein weiteres Thema war der Standort von Berufsschulen. Im Speditionsgewerbe müssten die Schenefelder Auszubildenden nach Kiel, obwohl es in Hamburg auch eine Berufsschule gibt. Vogel will sich, ähnlich wie beim Gastschulabkommen, darum kümmern, dass die nähere Bildungseinrichtung besucht werden kann.

Finanzielle Unterstützung stellte Rossmann für die Ganztagsbetreuung an der Grundschule, der digitalen Ausstattung an den Schulen sowie für weitere Kita-Plätze in Aussicht. Für die Einführung des Schenefelder Modells bei der Ganzstagsbetreuung im Sommer, lobte Rossmann Küchenhof. Auch die Einrichtung eines IT-Fachmanns, der sich um die Schulen kümmert, hält Rossmann für den richtigen Weg. Fünf Milliarden Euro sollen bundesweit für Glasfaser, WLAN und Equipment an 40 000 Schulen bereitgestellt werden. Auch bei weiteren Krippenplätzen sollen die Kommunen mit Fördergeld vom Bund unterstützt werden. In Hamburg seien 60 Prozent der Kleinkinder in der Krippe, in Schenefeld seien es noch 30 Prozent. Dieses Gefälle werde sich aber anpassen, so Rossmann. Küchenhof merkte an, dass der Qualitätsstandard und der Personalschlüssel in Schenefeld deutlich höher sei als in Hamburg. Die neue Krippe der Awo-Kita mit 20 Plätzen soll im ersten Quartal fertig werden, führte sie aus. Die Awo hat zwar wie berichtet angekündigt, die Trägerschaft zum Ende des Jahres 2018 abzugeben, es hätten sich aber bereits mehrere Interessenten gemeldet, gab sich Küchenhof optimistisch.

Lob erntete die Bürgermeisterin auch für die Entwicklung des Stadtkerns. Mit dem Architekten Dieter Richter sei ein Manager gefunden worden, der die Kommune beim Städtebaulichen Wettbewerb unterstützen soll. „Das wird ein Jahrzehnte-Projekt“, prophezeite Rossmann. „Schenefeld hat gewonnen“, befand der Bundespolitiker abschließend. „XFEL, Schulen, Innenstadt: Das ist eine runde Sache, die da am Entstehen ist.“

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