zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

23. September 2017 | 16:54 Uhr

Pampers-Liga : Jubeln wie Özil und Schweini

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der kleine Fußball sieht vor den Fünfjährigen richtig groß aus. Wenn ein Tor fällt, sind sie aus dem Häuschen.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Schenefeld | Der Zeigefinger in der Luft, die Faust geballt, die Säge angesetzt. Wenn’s ums Jubeln geht, stehen die ganz Kleinen den Großen in nichts nach. „Jubeln können unsere Jungs wie die Profis“, lacht Thomas Ehrenberg, wenn er die fünfjährigen Steppkes auf dem Fußballfeld hinter dem oft noch zu groß anmutendem Ball hinterher jagen sieht.

Ehrenberg ist 47 Jahre und kommt aus Schenefeld. Bei Blau-Weiß 96 trainiert er nebenberuflich und mit viel Herzblut die „Pampers-Liga“, die Minis, die Jahrgänge 2008 und 2009 – also die, die gerade erst mit dem Kicken angefangen haben. Er spricht liebevoll von seinen „kleinen Özils und Schweinis“, in Anlehnung an die deutschen Nationalspieler, die auch mal klein angefangen haben. „Es ist schon etwas Besonderes, ihr erste Trainer zu sein. Man weiß, dass man prägend ist“, betont Ehrenberg.

Da die Jahrgänge, die er betreut, noch keine vom Hamburger Fußball-Verband (HFV) organisierte Punktspielrunde austragen, finden in regelmäßigen Abständen sogenannte „Starterturniere“ statt. So auch am vergangenen Sonntag in Schenefeld. Auf 13 Mal 20 Meter großen Feldern spielten 20 Mannschaften mit knapp 120 „Bambini“ ein Turnier aus und zeigten ihre Tricks, die die stolzen Eltern am Spielfeldrand beklatschten. „Gespielt wird jeweils einmal zehn Minuten auf kleine Tore, die mit Hütchen abgesteckt werden“, erläutert Ehrenberg das Reglement.

4:1 gewannen seine Jungs eine ihrer Partien. Und auch wenn sie schon wie die großen Jubeln können, Tore und der absolute Erfolg stehen bei den Veranstaltungen, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ins Leben gerufen hat, um den Nachwuchs früh zu fördern, noch nicht im Vordergrund. „Wir wollen noch keinen Leistungsdruck aufbauen. Uns als Trainern ist es wichtiger, dass sie Spaß haben und dass soziale Kernkompetenzen wie Zusammenhalt, Teambildung, Respekt, Fairness und Toleranz früh gefördert werden, das ist auch im Sinne des DFB“, erklärt Ehrenberg.

Am 13. April findet in Hamburg-Ohlstedt ein weiteres Turnier statt, bei dem Ehrenbergs Nachwuchs antreten wird. Und auch wenn Tore noch nicht so wichtig sind: Sollte eines gelingen, darf gejubelt werden wie es Özil und Schweinsteiger tun.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen