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Schul-IT in Schenefeld : Jetzt wird Tempo gemacht

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Konzept für 20.000 Euro könnte bis August mit externer Hilfe vorliegen. Fachkraft für Medienkompetenz unabdingbar.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2015 | 12:20 Uhr

Schenefeld | Flächendeckende Verkabelung, neue Computer sowie interaktive Whiteboards – und ein IT-Beauftragter, der die Lehrer beim Einsatz der neuen Medien unterstützt: Die „digitale Revolution“ an Schenefelds Schulen soll nächste Woche im Schulausschuss endgültig eingeläutet und dann auch ganz schnell umgesetzt werden. Wenn sich die Politik diesmal einig ist.

Die Schenefelder CDU hatte den IT-Zug schon im vergangenen Jahr aufs Gleis gesetzt, wollte für dieses Jahr 300.000 Euro zur Verfügung stellen. Rot-Grün bremste, schließlich wurden 30.000 Euro zusätzlich gewährt. Rot-Grün wollte zunächst pädagogische und didaktische Konzepte sehen, die gemeinsam mit den Schenefelder Schulen erarbeitet werden müssten.

Mit der Bedarfsanalyse soll es jetzt losgehen. Die Stadt erhöht die IT-Schlagzahl. Ein Medienkonzept für alle vier Schenefelder Schulen kostet 20.000 Euro. Bis Ende August könnte es vorliegen. Ein solches Konzept empfiehlt auch das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsteins. Es soll als Grundlage für die künftige technische Ausstattung der Einrichtungen dienen. Das Konzept soll eine externe Beratungsfirma übernehmen. Der Restbetrag in Höhe von 10.000 Euro könnte schon in neue Technik an den Schulen fließen – und zwar in diesem Jahr.

Eines ist inzwischen auch klar: Wenn Schenefeld in die digitale Schulwelt startet, muss eine zusätzliche Stelle geschaffen werden. Zu diesem Schluss kommt auch das Schenefelder Schulamt. Mit den zurzeit zur Verfügung stehenden sieben Stunden pro Woche durch die IT-Abteilung der Stadt ist das nicht mehr zu leisten. Ab 2016 sei eine „Fachkraft Medienkompetenz“ unabdingbar.

Die CDU fühlt sich in ihrer Einschätzung bestätigt. Sie drängt darauf, die neue Stelle spätestens zum 1. Januar 2016 zu besetzen. „Das hat klare Priorität“, sagt CDU-Ratsherr Tobias Löffler. Er ist Vorsitzender des Schulausschusses. Eine Entscheidung muss der Hauptausschuss treffen. Laut CDU soll das benötigte Geld so schnell wie möglich über einen Nachtragsetat zur Verfügung gestellt werden. „Im Wissen, bald von einer professionellen Kraft unterstützt zu werden, könnten die Schulen, Verwaltung und Politik schon in den nächsten Monaten konkrete Maßnahmen planen und gegebenenfalls Mittel für Investitionen bereitstellen“, sagt Löffler. Geld: Auf die Stadt Schenefeld kommen große Investitionen zu. Denn sie plädiert dafür, insbesondere die beiden Grundschulen auf den gleichen Stand der Technik zu bringen. Dafür müsste die Gorch-Fock-Grundschule zunächst mit einer Netzwerkverkabelung ausgestattet werden, wie es sie an der Grundschule Altgemeinde im Dorf bereits gibt. Kosten: 55.000 Euro. Neue Computer kosten pro Stück 400 Euro, interaktive Whiteboards 5000 Euro. Trotzdem: „Wir müssen jetzt schnell handeln“, mahnt Löffler.

Der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur tagt am Dienstag, 24.Februar, im Konferenzraum (barrierefrei) des Schenefelder Gymnasiums, Achter de Weiden 30. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr. Inhaltlich geht es neben der IT-Ausstattung der Schulen um die Einrichtung einer zusätzlichen Hortgruppe an der Gorch-Fock-Schule zum Schuljahr 2015/16, das Ganztagsangebot an den Grundschulen und den Jahresbericht 2014 der Stadtbücherei.
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