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Lärm-Konflikt in Schenefeld : Jetzt macht der Kreis Druck

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Auseinandersetzung am Osterbrooksweg : Eine Nutzungsänderung fehlt.

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Auf der einen Seite das Logistikzentrum, auf der anderen Seite im Lerchenweg Einfamilienhäuser: Der Lärm-Konflikt am Osterbrooksweg wurde zwar schon im Juni entschärft. Auf dem ehemaligen Spar-Gelände werden die vorderen Ladeluken nur noch tagsüber genutzt. Doch diese Übereinkunft war ein freiwilliges Entgegenkommen der IVG, Eigentümer des 16 Hektar großen Gewerbekomplexes, der einst als Spar- und Edekazentrale diente.

Für Klaus Leven, Sprecher der Anwohner, reichte das aber nicht aus. Er forderte eine verbindliche Regelung. Die könnte jetzt kommen. Denn nach Informationen unserer Zeitung hat die IVG bisher noch gar keine Nutzungsänderung beantragt. „Es fehlen noch Unterlagen“, bestätigt Kreis-Pressesprecher Oliver Carstens. Der Kreis sei an dem Fall dran. Mehr wollte er zu dem laufenden Verfahren aber nicht sagen.

Auch Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann bestätigt, dass der Stadt bisher keine Nutzungsänderung vorliege. Sie müsste vom Kreis informiert werden. Das Landesumweltamt hatte schon Anfang des Jahres unmissverständlich klargestellt, dass die „derzeitige Nutzung und Betriebsweise baurechtlich nicht abgedeckt ist.“

Fakt ist: Wenn die IVG eine Nutzungsänderung beantragt, könnte der Kreis die Zustimmung mit Auflagen auch in puncto Lärmbelästigung versehen – und damit für eine verbindliche Lösung sorgen. Laut Landesumweltamt waren die zulässigen Lärmwerte von 40 Dezibel für das benachbarte Wohngebiet überschritten worden.

Gewerbe versus Wohnen. Der Konflikt bleibt. Auch die Stadt sucht nach Lösungen. Nun soll geprüft werden, ob beispielsweise eine Lärmschutzwand auf dem Areal des Gewerbekomplexes sinnvoll wäre. Bisher ging die Stadt davon aus, dass der Straßenlärm auf dem Osterbrooksweg den Gewerbelärm überlagert. Ein Gutachten könnte Klarheit schaffen.

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