Stadtzentrum Schenefeld : Jetzt gibt sie den Center-Takt vor

Corina  Schomaker:  In Kolumbien geboren, in Deutschland aufgewachsen.
Corina Schomaker: In Kolumbien geboren, in Deutschland aufgewachsen.

Die gebürtige Kolumbianerin Corina Schomaker hat die Leitung des Einkaufstempels vor den Toren Hamburgs übernommen. Die 34-Jährige hat sich in dem Auswahlverfahren gegen 50 Mitbewerber durchgesetzt. Sie ist für mehr als 100 Mieter und 37.000 Quadratmeter Mietflächen verantwortlich.

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03. Juli 2014, 09:45 Uhr

Schenefeld | Ausdauer ist für die leidenschaftliche Joggerin kein Problem. Die wird sie auch brauchen, denn dieser Weg wird ein langer sein. Schließlich will die neue Chefin in den kommenden Tagen alle Mieter des Schenefelder „Stadtzentrums“ persönlich kennen lernen. Das sind gut 100. Die ersten Hände hat Corina Schomaker schon geschüttelt. Seit Dienstag ist die gebürtige Kolumbianerin die Centermanagerin. „Ich will die Erfolgsgeschichte des Stadtzentrums weiterschreiben“, sagt die 34-Jährige, die die Nachfolge von Markus Montag antritt.

Erfolg hatte sie bei ihrer Bewerbung: 50 Kandidaten buhlten um den attraktiven Chefposten in dem Einkaufstempel direkt vor den Toren Hamburgs. Diese Frau hat sie alle ausgestochen. „Frau Schomaker kann nicht nur Erfahrung im Centermanagement aufweisen. Sie bringt auch das Handwerkszeug aus der Immobilienbranche mit“, sagt Mario Zanolli, Geschäftsführer der Völkel Company, die das „Stadtzentrum“ für den Eigentümer – Berlinovo aus Berlin – betreut. Für Zanolli eine perfekte Kombination. Schomaker hat eine kaufmännische Ausbildung, hat jahrelang im Immobilienunternehmen ihrer Eltern in Delmenhorst gearbeitet, wo sie auch aufgewachsen ist. Nach ihrem Studium der Freizeitwissenschaft war sie für große Unternehmen auch als Centermanagerin tätig.

Jetzt also Schenefeld: 37.000 Quadratmeter Mietfläche, auf drei Etagen. 100 Mieter, die betreut werden wollen. Leerstehende Flächen, die an den Mann gebracht werden müssen. So heißen die neuen Herausforderungen. Das Schenefelder „Stadtzentrum“ ist das größte Projekt, das sie bisher gemanagt hat. Die Aufgabe schreckt sie nicht, auch nicht in Zeiten, in denen Online-Kaufhäuser zweistellige Zuwachsraten vorweisen. „Internet und Einzelhandel müssen eine Symbiose eingehen. Wer nicht mit der Zeit geht, ist verloren“, sagt Schomaker. Der große Marktplatz, mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. Das Spielcasino. Die besondere Architektur mit der gläsernen Kuppel: Die Besonderheiten des Centers sind der neuen Managerin sofort ins Auge gestochen. Die Zeit der großen Umbauten und Umzüge ist fast vorbei. Am 28. August öffnet New Yorker seine Filiale im „Stadtzentrum“. Laut Zanolli gibt es konkrete Verhandlungen mit weiteren Unternehmen. Vor allem den Gastronomiebereich im Center hat Zanolli im Blick. „Er soll optimiert, die Aufenthaltsqualität gesteigert werden“, betont der Geschäftsführer. Mehr Atmosphäre ist ein Ziel, das verfolgt wird. Vor allem rund um den Marktplatz. Ob McDonald’s ins Center kommt? Spekuliert wird schon länger, verhandelt auch. Für die beiden großen, bisher unvermieteten Flächen im Anbau, soll – wenn möglich – ein Anker-Mieter gefunden werden. Büros sollen hier laut Zanolli nicht entstehen.

Schomaker muss weiter, zum nächsten Termin. Rüber über die Luninez-Brücke, ins Rathaus. Vorstellung bei Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Dieser Weg wird ein langer sein.

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