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Städtebauförderung für Schenefeld : Jetzt geht es im Stadtkern los

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schenefeld erhält schon in diesem Jahr vom Land und vom Bund 120.000 Euro. Weitere Millionen sollen folgen.

Schenefeld | Den offiziellen Bescheid über die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ hat das Kieler Innenministerium noch gar nicht nach Schenefeld geschickt. Trotzdem herrschte gestern im Rathaus pure Freude. Schenefeld, die Stadt ohne historisches Zentrum, ist neu dabei – und bekommt noch in diesem Jahr Fördermittel von Bund und Land – und zwar in Höhe von 120.000 Euro. Das hat Innenminister Stefan Studt (SPD) gestern mitgeteilt. „Das ist traumhaft“, sagt Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann.

Seit Jahren müht sich die Stadt um die Gestaltung eines echten Zentrums, einer Mitte. Das Förderprogramm ist Schenefelds Millionen-Chance: die 120.000 Euro sollen nur der Anfang sein. In den kommenden Jahren könnten mehrere Millionen Euro nach Schenefeld fließen. Die Investitions- und Planungskosten für das Stadtzentrum-Projekt liegen bei geschätzten 20 Millionen Euro. Der Bund und das Land übernehmen zwei Drittel der Kosten. Den Rest muss die Stadt aufbringen. Für Schenefeld ein Mammut-Projekt, das in den kommenden zehn bis 15 Jahren realisiert werden soll. Heute fahren Dallmann und Bauamtschef Günther Leimert nach Kiel, um sich über das Förderprogramm vor Ort zu informieren.

120.000 Euro: Das Geld wird laut Dallmann in die vorbereitenden Untersuchungen gesteckt. Es geht um externe Gutachten, die unter anderem Aussagen über die städtebaulichen Defizite und die Verkehrssituation treffen. Es gehe in einem ersten Schritt darum, Ziele und Projekte festzulegen. Wenn möglich, sollen noch in diesem Jahr die ersten Aufträge vergeben werden.

Der Bau eines neuen Dienstleistungszentrums hat in Schenefeld Priorität. Dort könnten das Bürgerbüro, die Sozialstation und die Stadtbücherei eine neue Heimat finden.

Inwieweit das alte Postgebäude am Heisterweg, das die Stadt gekauft hat, genutzt werden kann, wird von Dallmann zurzeit geprüft. Das Ergebnis wird der Politik vorgestellt. Der künftige Stadtkern soll zu einem Zentrum von Kultur, Versorgung, Freizeit und Dienstleistungen werden. Auch Wohnbebauung ist angedacht.

Das Untersuchungsgebiet reicht von Borgfelde im Süden bis zum Kiebitzweg nördlich der LSE. Gestaltungsspielraum gibt es. Nicht nur das Postgebäude befindet sich im Besitz der Stadt. Rund um den Holstenplatz hat sich Schenefeld zahlreiche Grundstücke gesichert. Mit der Gestaltung eines Stadtkerns verbindet sich in Schenefeld ein lang gehegter Wunsch: der Rückbau der vierspurigen LSE, die Schenefeld wie eine Autobahn in zwei Hälften zerschneidet. Dafür wäre aber die Zustimmung des Landes erforderlich. Ein Stadtkern für Schenefeld: Jahrelang ist nichts passiert. Jetzt geht es los.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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