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European XFEL : Jetzt geht es ans Geld einsammeln

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Machbarkeitsstudie kommt zum Ergebnis, dass Besucherzentrum umgesetzt werden kann. Förderung durchs Land?

Schenefeld | Die Wissenschaftler scharren schon mit den Hufen, würden lieber heute, denn morgen loslegen. Doch das Milliarden-Projekt European XFEL wird ab 2017 nicht nur die Wissenschaftler aus aller Welt auf das Betriebsgelände in Schenefeld locken. Nein, auch Touristen und Schulklassen sollen auf die Forschungsanlage strömen.

Der Traum vom Science Center, vom Wissenschaftszentrum mitten in Schenefeld, nimmt mehr und mehr Gestalt an. Fest steht: Die Realisierung des geplanten Besucher- und Informationszentrums ist möglich. Zu diesem Schluss kommt die Machbarkeitsstudie, die 2013 unter der Federführung der Stadt Schenefeld in Auftrag gegeben wurde. Das bestätigte Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Das Konzept liegt auf dem Tisch und soll auch demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Lenkungsausschuss der Metropolregion wurde es bereits präsentiert und laut Küchenhof auch mit „Interesse“ aufgenommen.

Doch die größte Hürde muss noch übersprungen werden: die Finanzierung. Es geht um eine Millioneninvestition. „Es müssen Geldgeber gefunden werden“, betont Schenefelds Verwaltungschefin. Auch XFEL-Pressesprecher Bernd Ebeling gibt sich noch vorsichtig optimistisch: „Es ist richtig, dass eine Chance zur Realisierung besteht. Jetzt müssen wir schauen, wie das Vorhaben finanziert werden kann.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel – gestern zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann zum Gedankenaustausch zu Besuch im Schenefelder Rathaus – will Fördermöglichkeiten des Landes ausloten. „Das Besucherzentrum wäre nicht nur ein Gewinn für den Kreis Pinneberg, sondern für das ganze Land“, betonte Vogel. Auch Universitäten könnten mit ins Boot geholt werden. Rossmann erklärte, dass die Forschungsanlage in Schenefeld auf dem Wissenschaftssektor ein europaweit ausstrahlendes Leuchtturmprojekt sei. Das Besucherzentrum: Es ist der zweite Versuch. 2011 war es aus Kostengründen gestrichen worden. Für die Machbarkeitsstudie standen 80.000 Euro zur Verfügung. 64.000 steuerte der Förderfonds Nord der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein bei. 10.000 Euro kamen von der XFEL-Projektgesellschaft, 4000 Euro vom Kreis und 2000 Euro von der Stadt Schenefeld. Die Bürgermeisterin kann sich vorstellen, dass die Forschungseinrichtung ein regelrechter Besuchermagnet werden kann. „Schulklassen aus ganz Norddeutschland könnten nach Schenefeld kommen“, sagt Küchenhof. Schüler und Touristen in der Stadt: Das wäre auch ein wirtschaftlicher Faktor, wäre gut für die Gastronomie, das „Stadtzentrum.“ Raus aus dem Elfenbeinturm: Das ist auch das Ziel der European XFEL-Verantwortlichen. „Wir haben uns immer für ein Besucher- und Informationszentrum ausgesprochen“, sagt der XFEL-Sprecher Ebeling.

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erstellt am 11.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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