Schenefeld : Jetzt finden die Bürger ihre Wiese

Ein Hinweisschild jenseits aller öden Verkehrsschilder: Rotary-Chefin Ilka Jasper (von rechts), Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski (SPD), CDU-Ratsfrau Katrin vonAhn-Fecken und Rotarier Dirk Matzen glauben ganz fest an den Erfolg der Bürgerwiese.
Ein Hinweisschild jenseits aller öden Verkehrsschilder: Rotary-Chefin Ilka Jasper (von rechts), Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski (SPD), CDU-Ratsfrau Katrin vonAhn-Fecken und Rotarier Dirk Matzen glauben ganz fest an den Erfolg der Bürgerwiese.

Schenefelds Rotarier und die Stadt stellen gemeinsam Hinweisschilder auf. Anregung kam aus der Bevölkerung.

shz.de von
15. Mai 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | Nein, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Die Bürgerwiese zwischen dem Schul- und dem „Stadtzentrum“ wurde von den Schenefeldern über Monate hinweg eher mit Missachtung gestraft. Doch die Zuneigung wuchs, langsam aber stetig. „Ich bin froh, dass unsere Bürgerwiese mehr und mehr angenommen wird“ , sagt Schenefelds Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski (SPD). Sie weiß genau, wem der Akzeptanzgewinn in erster Linie zu verdanken ist: Schenefelds Rotariern. Die haben jetzt gemeinsam mit der Stadt den nächsten Bürgerwiesen-Pflock eingeschlagen. Vor dem „Stadtzentrum“ am Kiebitzweg und am Schulzentrum wurden eigens gestaltete Hinweisschilder aufgestellt. Damit die Bürger noch besser und noch häufiger ihre Wiese finden.

Dirk Matzen ist nicht nur Rotarier, sondern als Landschaftsarchitekt auch der „Erschaffer“ der Schenefelder Bürgerwiese. Er hat auch die tausenden von Besuchern aus Hamburg und dem ganzen Kreisgebiet im Blick, die täglich ins Einkaufszentrum strömen. „Viele wissen gar nicht, wie dicht sie sich an unserer Bürgerwiese befinden“, sagt Matzen. Ruhe und Erholung sind nur 200 Meter entfernt.

Wo bitte geht’s zur Bürgerwiese? Der Anstoß für die Beschilderung kam von einem Schenefelder Bürger, der sich an das Rathaus gewendet hatte. Zur Umsetzung holte sich die Stadt die Rotarier an die Seite, die sich seit 2012 um die Bürgerwiese kümmern. Bäume, Pflanzinseln und zuletzt die große Grillstation: Die Rotarier haben viel Geld in das 5500 Quadratmeter große Areal gesteckt – allen Unkenrufen zum Trotz. Denn politisch war und ist die Wiese höchst umstritten. Immer wieder mal werden die Totenglocken geläutet. Matzen hatte schon 2013 dafür geworben, dass sich auch Vereine und Verbände einbringen müssen, die Wiese aktiver zu nutzen, auch mal etwas inszenieren sollten. Die Aufwertung des Areals ist noch nicht abgeschlossen. Eine Schutzhütte und noch mehr Blumen schweben dem Landschaftsarchitekten vor. „Die Bürgerwiese ist über die Jahre immer attraktiver und reizvoller geworden“, betont Matzen.

Bürgervorsteherin Bichowski wünscht sich einen Geräteparcours, der auch für ältere Menschen geeignet ist. Die Investitionskosten liegen laut Matzen bei zirka 8000 bis 10.000 Euro. Müssen da wieder die Rotarier ran? „Man kann sich mehrere Partner suchen“, sagt Matzen. Schenefeld und seine Bürgerwiese: Diese Liebesbeziehung bleibt weiter harte Arbeit.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen