Theater-Träume in Schenefeld : Jetzt entscheidet die Politik

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Förderverein Forum stellt die Umbaupläne vor: Das ambitionierte Projekt soll zwischen 1,3 und 1,7 Millionen Euro kosten.

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07. November 2013, 12:00 Uhr

Der Traum vom richtigen Theater, mit einem separaten Eingang, einem Foyer, einem Lichthof, einer Garderobe, Toiletten und einem Catering-Bereich: Die Stunde der Entscheidung schlägt am kommenden Dienstag im Schul- und Kulturausschuss (Beginn: 19 Uhr im Lehrerzimmer der Gorch-Fock-Schule). Dann wird der Förderverein Forum Schenefeld die Umbau- und Erweiterungspläne für das Forum im Schulzentrum Achter de Weiden vorstellen.

An diesem Abend könnte auch das Schicksal des Fördervereins besiegelt werden. Sagt die Politik Nein zu den Ausbauplänen, hat der Verein quasi seine Existenzberechtigung verloren. Intern wird seit Monaten über die Auflösung diskutiert. Der Förderverein drängt auf eine Grundsatzentscheidung, ob es eine realistische Realisierungschance für das Großprojekt gibt.

Die vorgelegten Pläne sind nicht neu. 2010 wurde der erste Vorstoß des Fördervereins abgelehnt. Jetzt präsentiert der Vorsitzende Karl-Dieter Broks erstmals eine Kostenschätzung und auch einen Zeitplan für die Umsetzung. Der Förderverein hat die Gesamtkosten auf 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Die Umsetzung soll über mehrere Jahre erfolgen.

Im ersten Bauabschnitt (2014/2015 beziehungsweise 2015/2016) sollen für 600 000 Euro in einem zweigeschossigen Neubau mehrere Klassenräume für das Gymnasium errichtet werden. Denn durch den Umbau des Forums würden bestehende Musik- und Kunsträume am Gymnasium wegfallen. Zudem sollen die Zufahrt und die Grünanlagen vor dem neuen Haupteingang in der Straße Achter de Weiden hergerichtet werden. Der Förderverein beziffert die Kosten für den ersten Bauabschnitt auf 877 000 Euro. Im zweiten Bauabschnitt (2015/2016 beziehungsweise 2016/2017) soll dann das Forum für 484 000 Euro umgebaut werden.

Der Förderverein würde sich verpflichten, die notwendige Ausstattung – Küche, Garderobe, Catering-Tresen – aus Spenden und Vereinsmitteln aufzubringen. Der Hauptknackpunkt des „Theaterbaus“ sind die Kosten. Die Stadt hat das Projekt ebenfalls durchgerechnet – und kommt auf eine Gesamtinvestition in Höhe von 1,7 Millionen Euro. 400 000 Euro mehr als der Förderverein veranschlagt hat. Das zweite Problem aus Sicht der Stadt: Probleme mit den Anwohnern, die direkt gegenüber vom neuen Haupteingang leben.

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