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„Es ist nie zu spät für ein Instrument“ : Jan Hoffmann lebt für die Musik

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

„Als ich anfing, Gitarre zu spielen, bin ich voll in der Musik aufgegangen und das ist bis heute so geblieben“, berichtet der Schenefelder Musiker.

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erstellt am 26.Jul.2017 | 14:00 Uhr

Schenefeld | Jan Hoffmann, Geschäftsführer des Musicland Schenefeld, begann erst im Alter von 15 Jahren, ein Instrument zu spielen. „AC/DC war die letztendliche Initialzündung“, erinnerte sich der Musiker. Das Gitarrespielen, gepaart mit seiner Vorliebe, für die Gitarren-Band AD/DC motivierte ihn erst einmal, engagiert zu üben. Es dauerte nicht lange und er gründete eine Band, studierte nach der Schule Musik. „Während dieser Zeit konnte man in Deutschland nur klassische Gitarre studieren“, erläutert Hoffmann.

Der gebürtige Pinneberger ging deshalb zum Studium nach Hollywood. „Als ich anfing, Gitarre zu spielen, bin ich voll in der Musik aufgegangen und das ist bis heute so geblieben“, berichtet der Schenefelder Musiker.

Hoffmann fasste den Entschluss, sich selbstständig zu machen, relativ schnell. Ein Jahr, nachdem er sein Studium beendet hatte, eröffnete er seine Musikschule an der Friedrich-Ebert-Allee. Das Angebot seiner Einrichtung umfasst Gitarren-, Bass-, Keyboard-, Schlagzeug-, Klavier- und Gesangunterricht. Die sieben dort beschäftigten Dozenten fördern zudem den Nachwuchs im Zuge des Angebots der musikalischen Früherziehung.

Mit der Tätigkeit des Unterrichtens begann Hoffmann bereits vor seinem Studium. Er bemerkte zu diesem Zeitpunkt, dass er Freude daran hat, Schülern die Musik näher zu bringen. „Ich habe sehr viel Spaß am Unterrichten“, betont der 44-jährige. Die Entscheidung, eine Schule zu gründen, habe sich für ihn als richtig erwiesen. Das Management seiner Einrichtung erfordere Fleiß, Organisationstalent und die erforderliche Einstellung zum musikalischen Unterricht. „Diese Eigenschaften habe ich von meinen Eltern geerbt, die sich sehr fürs SummerJazz-Angebot in Pinneberg einsetzen“, erläutert der Musiker. Hoffmann gehe es darum, die Wünsche seiner Schüler zu realisieren. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche erste Erfolgserlebnisse haben“, betont er. Habe der jeweilige Schüler „einen gewissen Sprung“ vollzogen, erweitere er seinen musikalischen Horizont von alleine. „Nicht jeder entwickelt sich zum Mozart, aber die Musik kann dem Einzelnen viel geben“, weiß der Musikschulleiter.

Hoffmann legt Wert auf Beziehungen

Wer musiziert, habe die unterschiedlichsten Möglichkeiten, sein Leben mit damit zu bereichern. Die Bandbreite reicht vom gelegentlichen Spielen, um dem Alltagstrott zu entfliehen, bis hin zum Spielen in einer Band. „Einige meiner Schüler haben sich für eine musikalische Ausbildung oder ein Studium entschieden“, freut sich der Schenefelder. Die meisten musizierten jedoch, um Spaß zu haben.

Auch als Erwachsener sei es nie zu spät, noch ein Instrument zu erlernen. Hoffmanns eigene Mutter begann im Alter von 65 Jahren Gitarre zu spielen, ein anderer Schüler wollte sein Klavierspiel noch im Alter von 80 Jahren verfeinern. Hoffmann baut während des Unterrichts ein persönliches Verhältnis zu den Schülern auf. „Einige von ihnen kenne ich länger als zehn Jahre“, sagt der Gitarrist. Er versuche, die Jugendlichen musikalisch wie auch von der Persönlichkeit her zu fördern. „Ich freue mich, wenn sie sich gut entwickeln“, erläutert Hoffmann. Dass der Musiker so viel Freude an seinem Beruf hat, liegt unter anderem auch an seinem motivierten Team. Was die Zukunft betrifft, wünscht er sich gemäß seinem Motto „Never change a winning team (Wechsele niemals ein siegreiches Team)“ , dass alles so weiter läuft wie bislang.

Er bezeichnet Schenefeld als „attraktive Stadt“ für Künstler. Zahlreiche musikalisch interessierte und talentierte Schüler können am Musik-Gymnasium mit eigener Band in speziellen Räumen proben. „Das gibt es nicht überall“, weiß Hoffmann. Der Vater eines zweijährigen Sohnes hat seinen Schwerpunkt inzwischen aufs Management der Schule sowie aufs Unterrichten verlegt. Für das Spielen in seiner Band verbleibt nicht viel Zeit. Der Nachwuchs genießt Priorität. „Ich versuche aktuell nicht mehr als 50 Stunden in der Woche zu arbeiten“, bilanziert der Musiker.

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