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Schenefelder Tageblatt

11. Dezember 2017 | 03:30 Uhr

Schenefeld : IT-Revolution: CDU will es wissen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Zweiter Vorstoß für neue Stelle und bessere Ausstattung an Schenefelds Schulen. Kosten liegen bei zirka 300.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Im Schulausschuss war die CDU mit ihrer digitalen Schul-Revolution am Widerstand von SPD und Grünen gescheitert. Doch diese Abstimmungsniederlage haben die Christdemokraten schnell verschmerzt. Sie wollen es wissen – jetzt.

Der zweite Versuch: Die CDU ist bereit, 300.000 Euro in die Hand zu nehmen, um Schenefelds Schulen fit für die digitale Zukunft zu machen. Diesmal liegt die Entscheidung bei der Ratsversammlung – und die tagt am 11. Dezember.

Die CDU macht sich dafür stark, 2015 eine zusätzliche Stelle zu schaffen. Ein Experte für Information, Kommunikation und Technologie soll die Schenefelder Schulen verstärken, die IT-Einrichtungen betreuen und pädagogische Arbeit leisten. Das Konzept sollen Verwaltung, die Schulen und ein IT-Beratungsunternehmen gemeinsam entwickeln.

Zudem soll die „informationstechnologische Ausstattung“ der Schenefelder Schulen entsprechend des aktuellen Standards ab 2015 ausgebaut und fortlaufend angepasst werden. Was an den Schulen benötigt wird, sollen der neue IT-Beauftragte, Lehrer und Verwaltung gemeinsam ermitteln. Bis die neue Stelle besetzt wird, soll hierfür ebenfalls ein Beratungsunternehmen hinzugezogen werden. Die CDU geht von Investitionskosten in Höhe von 250.000 Euro aus. Hinzu kommen 50.000 Euro für die Beratungsfirma. Laut Ratsherr Tobias Löffler werde die CDU auch Vorschläge zur Kompensation der hohen Investitionen vorlegen.

Für Schenefelds CDU besteht kein Zweifel mehr daran, dass die Stadt handeln muss. Sie verweist auf eine jüngst veröffentlichte Studie. Danach ist Deutschland unter 20 Nationen bei der Computernutzung in der Schlussgruppe zu finden. Auch bei der IT-Ausstattung war Deutschland nur Durchschnitt.

„Schenefelds Defizite diesbezüglich werden allein bei einem Blick auf vergleichbare Schulen der Nachbarkommunen schnell offensichtlich“, sagt Löffler. So sei die flächendeckende EDV-Verkabelung am Schulzentrum längst nicht abgeschlossen. Noch immer stehe das allgemein als veraltet betrachtete Konzept fester Desktop-Computerräume im Zentrum der IT-Nutzung.

Es gehe darum, die ICT- Kenntnisse und -Fertigkeiten der Schüler zu verbessern. Deshalb sei die Einbeziehung einer Fachkraft Voraussetzung und von zentraler Bedeutung für den gewinnbringenden Einsatz der ICT-Ausstattung. „Das Modell, die Betreuung sämtlicher Soft- und Hardware einigen wenigen engagierten, ehrenamtlich arbeitenden Lehrern aufzubürden, stößt bereits jetzt an seine Grenzen und ist in keinster Weise zukunftsfähig“, betont der CDU-Abgeordnete.

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