zur Navigation springen

Lebenshilfe in Schenefeld : Investoren buhlen um Gärtnerei

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Das Areal an der Blankeneser Chaussee soll verpachtet werden - auch neue Wohnungen stehen zu Diskussion.

Die Lichter in der Lebenshilfe-Gärtnerei an der Blankeneser Chaussee gingen im April aus. Das insolvente Lebenshilfewerk machte den Standort dicht, 15 Mitarbeiter mussten gehen. Jetzt sollen die Lichter wieder angeknipst werden. Lebenshilfe-Chefin Christine Heins bestätigte, dass ein Investor konkretes Interesse an dem Areal bekundet hat. In den Gewächshäusern soll ein Gastronomiebetrieb entstehen, zudem ist ein Pflanzenhandel geplant. Die Lebenshilfe würde die Flächen verpachten. Nach Informationen dieser Zeitung haben noch weitere Investoren ein Auge auf das 10 000 Quadratmeter große Gelände geworfen.

Heins wird die Gastro-Pläne erstmals am kommenden Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss vorstellen. Doch es gibt ein dickes Problem. Ein Gastronomiebetrieb ist nach der jetzigen Rechtslage an der Blankeneser Chaussee nicht zulässig. Die Stadt müsste die gültige Außenbereichssatzung ändern. Nur dann könnte der Kreis als Aufsichtsbehörde dem Vorhaben überhaupt zustimmen.

Im Schenefelder Rathaus ist die Pflanzen-Gastro-Kombination auf Zustimmung gestoßen. „Ich könnte mir so etwas an dieser Stelle sehr gut vorstellen“, sagte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Die Alternativen klingen in den Ohren der Verwaltungschefin auch nicht besonders verlockend. Denn nach der bestehenden Rechtslage könnten auf dem Lebenshilfe-Areal auch Wohnungen hochgezogen werden – obwohl es m Landschaftschutzgebiet liegt.

Genau das ist auf dem 1,6 Hektar großen Areal des ehemaligen Gartencenters Kleinworth an der Blankeneser Chaussee 144 passiert. Die Lebenshilfe könnte das Gelände als Bauland zu Geld machen. Diese Karte möchte die Vereinsvorsitzende aber im Moment gar nicht spielen. Problem für Heins: Der Grund und Boden an der Blankeneser Chaussee gehört dem Lebenshilfeverein, das riesige Gewächshaus der insolventen GmbH.

Es passiert gar nichts: Auch diese zweite Alternative ist wenig verlockend. „Dann haben wir dort ein totes Gebäude und bald die ersten eingeworfenen Fensterscheiben“, sagt die Bürgermeisterin. Jetzt ist Schenefelds Politik als Problemlöser gefragt.

 

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen