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Neue Studie : Institut aus Schenefeld forscht mit Keimen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 16:15 Uhr

Schenefeld | An der Studie „Keim erkannt – Gefahr gebannt“, die vom Schenefelder Unternehmen proDerm zurzeit durchgeführt wird, haben sich bisher 1300 Personen aus Schenefeld und Umgebung beteiligt. 28 Prozent konnten als Träger des so genannten Nasenkeims „Staphylococcus aureus“ identifiziert werden. Das teilte proDerm-Mitarbeiterin Dr. Katrin Vogel mit. Der Keim kann unter besonderen Umständen schwerwiegende und lebensbedrohliche Entzündungen verursachen. Insgesamt sucht das Unternehmen 3000 Probanden, die sich an der Studie beteiligen.

Es gibt noch eine Chance, sich kostenlos testen zu lassen – und zwar von Montag bis Mittwoch, 18. bis 20.    April, in der Zeit von 8.30 bis 12.30 Uhr im proDerm-Gebäude im Kiebitzweg 16. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Bei Diabetes mit Therapie und Kortisonbehandlung ist eine Teilnahme leider nicht möglich.

Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jährlich bis zu 30.000 Menschen an Infektionen durch Bakterien, gegen die keine Antibiotika helfen. Diese sogenannten multiresistenten Erreger nehmen aufgrund von übermäßigem Antibiotika-Einsatz in der Humanmedizin und in der Massentierhaltung drastisch zu. Bewahrheiten sich die Prognosen einer jüngsten Untersuchung, so sterben im Jahr 2050 mehr Menschen an Entzündungen durch multiresistente Erreger als an Krebs. Die Bundesregierung hat die Gefahr erkannt und einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung vorgelegt.

Das Institut proDerm untersucht in der Region aktuell das Vorkommen des Erregerstamms „Staphylococcus aureus“, von dem es auch multiresistente Varianten gibt. Tatsächlich ist in etwa jeder Zehnte Träger des Keims, ohne dies zu wissen oder gar durch den Keim verursachte, gesundheitliche Probleme zu haben.

Diese treten oftmals erst im Falle von operativen oder stationären Eingriffen auf, wenn der Keim gefährliche, manchmal tödliche Entzündungen verursacht. Aber auch herkömmliche Hautverletzungen können sich schmerzhaft entzünden. Zudem stellt ein Träger eine Gefahr für sein gesamtes Umfeld dar, da der Keim über einen einfachen Kontakt wie beispielsweise Hände schütteln übertragen werden kann.

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