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Menschen schnell integrieren : In Schenefeld starten heute Sprachkurse für Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran und Eritrea

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Anbieter ist der Bildungsträger Asta Akademie mit Hauptsitz in Aumühle.

Schenefeld | 9.50 Uhr. Vor dem Seiteneingang des Sportrestaurants Achter de Weiden drängen sich schon zahlreiche Flüchtlinge, die in Schenefeld eine neue Heimat gefunden haben. Drinnen laufen die letzten Vorbereitungen. Die Buchstaben des Alphabets hängen in großer Schrift an der Wand. Die beiden Dolmetscher besprechen letzte Details, Lehrmaterial liegt bereit – und auch die belegten Brötchen und heißen Getränke für die Pause sind schon da.

In Schenefeld startet ein Deutschkursus speziell für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, dem Iran und Eritrea, denn diese Menschen haben eine gute Bleibeperspektive. Anbieter ist der Bildungsträger Asta Akademie mit Hauptsitz in Aumühle. „Die Angebote für Sprachkurse gibt es bundesweit. Sie werden von der Bundesagentur für Arbeit gefördert“, sagt Asta-Geschäftsführerin Jennifer Großmann. „In Schenefeld haben wir 70 Anmeldungen“, sagt ihr Kollege Hans Annuszies, Betriebsleiter Asta Metalltechnik in Halstenbek.

320 Stunden Deutschunterricht liegen vor den Flüchtlingen. „Dieses Angebot soll die Menschen auf die weiterführenden, zertifizierten Integrationskurse vorbereiten“, sagt Annuszies.

Der Kontakt zu den Flüchtlingen in Schenefeld ist über das Willkommenscafé im Juks entstanden. Dort engagiert sich auch der Schenefelder Winfried Haberland ehrenamtlich. „Wir wollen die Flüchtlinge aus der Isolation herausholen, ihnen Begegnungsmöglichkeiten geben. Die deutsche Sprache ist dabei elementar“, betont der 74-Jährige.

Für ihn geht es darum, bestehenden Ängsten ganz offen zu begegnen und sie zu überwinden. „Durch diesen Sprachkurs werden aber auch die Ehrenamtlichen im Willkommenscafé entlastet und es entstehen Kapazitäten für Neuankömmlinge.“

Zusätzliche Sprachkurse für eine schnellere Integration: „Die aktuelle Situation mit einer großen Zahl von Flüchtlingen, die auch in unsere Region kommen, erfordert rasches Handeln“, sagt Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Das Engagement bei der Sprachförderung sei einmalig ausgeweitet worden. „Menschen, die wahrscheinlich dauerhaft bei uns bleiben, sollen dadurch schneller an unserer Gesellschaft teilhaben und sich beruflich integrieren können“, sagt Kenntemich.

Die Finanzierung der Sprachkurse erfolgt laut Arbeitsagentur aus zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln. Bis zum Jahresende ist der Einstieg in die achtwöchigen Kurse möglich. In Schenefeld starten die Kurse offiziell heute im Sportrestaurant.

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erstellt am 17.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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