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Mülldeponie S3 : Immer weniger Giftstoffe im Boden

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Schenefelder Deponie S 3 gilt als die gefährlichste der 270 Deponien im Kreis Pinneberg. Was genau in den 1960er Jahren in die vier Hektar große Kiesgrube gekippt wurde, weiß jedoch keiner genau.

Die Tendenz ist deutlich: Im Grundwasserleiter der ehemaligen Mülldeponie S3 an der Blankeneser Chaussee werden immer weniger Giftstoffe festgestellt. Laut Bodenschutzbehörde des Kreises wurden von April bis Dezember 2012 zirka 18 Kilogramm Benzol und etwa 22 Kilogramm Chlorbenzole aus dem Grundwasserleiter entfernt. Zum Vergleich: Zwischen April 2011 und März 2012 waren es noch 36 Kilogramm Benzol und 33 Kilogramm Chlorbenzole. 2010 lagen die Werte bei 56 Kilogramm Benzol und 40 Kilogramm Chlorbenzole. Benzol ist krebserregend, Chlorbenzole können die Nerven schädigen.

Hausmüll, Gewerbeabfälle, Giftmüll: Was genau in den 1960er Jahren in die vier Hektar große Kiesgrube gekippt wurde, weiß keiner genau. Fakt ist: Die Schenefelder Deponie S 3 gilt als die gefährlichste der 270 Deponien im Kreis Pinneberg. Sie wird seit 1997 hydraulisch gesichert, so dass keine Giftstoffe in das Grundwasser gelangen können. Insgesamt wurden bisher 2673 Kilogramm Benzol und 1096 Kilogramm Chlorbenzole dem Grundwasser entzogen.

Entwarnung gibt es auch bei den drei neu eingerichteten Messstellen auf dem XFEL-Gelände. Wie berichtet, waren dort 2012 so genannte leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe (LHKW) festgestellt worden. Der Wert lag bei zehn Mikrogramm pro Liter – und damit im Bereich des Grenzwertes für Trinkwasser. Befunde aus dem Mai 2013 wiesen in nur einer Messstation den Wert von 0,4 Mikrogramm pro Liter auf.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 00:37 Uhr

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