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Juks-Umbau : Im Sommer kommt der Fahrstuhl

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Umbau geht nach Verzögerung gut voran.

Schenefeld | Ganz so schnell wie ursprünglich vorgesehen, hat es zwar nicht geklappt – aber der Umbau des Juks in Schenefeld läuft nun auf Hochtouren. Im Februar 2016 ging Einrichtungsleiter Kurt Krauß (55) noch davon aus, dass der Umbau für den Fahrstuhl, der die Einrichtung endlich barrierefrei machen soll, im vergangenen Jahr fertig werden würde. Jetzt peilt Krauß an, den Umbau bis zu den Sommerferien fertigzustellen.

Das Jugend- und Kommunikationszentrum (Juks) Schenefeld wird nachträglich mit einem besonders großen Fahrstuhl ausgestattet – und zwar so, dass in Zukunft alle Räumlichkeiten in der Einrichtung am Osterbrooksweg parallel und von allen Bürgern genutzt werden können. „Das ist mir ganz wichtig“, sagt Krauss im Gespräch mit unserer Zeitung.

Hoffen auf eine schnelle Fertigstellung des Anbaus: Juks-Chef Kurt Krauß (v. l.) sowie Ralf Obst und Dirk Frahm von der Firma Puls Bau.

Hoffen auf eine schnelle Fertigstellung des Anbaus: Juks-Chef Kurt Krauß (v. l.) sowie Ralf Obst und Dirk Frahm von der Firma Puls Bau.

Foto: Tanja Plock

Noch befindet sich die Baustelle im Rohbau, aber der Leiter ist zuversichtlich, dass es nun zügig vorangeht. Der Schacht für den Fahrstuhl, der die Gäste künftig nach oben transportieren soll, ist bereits zu erkennen. Die Verzögerung sei entstanden, weil zusätzliche Brandgutachten erforderlich waren. Ansonsten habe es keine Verzögerungen gegeben.

Beim Umbau 2003 sei der Fahrstuhl aus Kostengründen weggefallen. Lediglich im Erdgeschoss wurde behindertengerecht umgebaut – mit breiten Türen und Toiletten. In den ersten Stock des Jugendzentrums führt bislang nur eine Treppe. „Da wurde kurzfristig gedacht“, sagt Krauß heute. „Man hatte gedacht, es würde ausreichen, dass das Erdgeschoss für alle erreichbar ist. Das war eine fatale Entscheidung. Bei so einer zentralen Einrichtung wie dem Juks gehört es dazu, dass sie behindertengerecht ist.“

Der neue Fahrstuhl kommt in einen Anbau, der in seinen Grundzügen bereits zu erkennen ist. Die Außentreppe am Juks, die bisher als Fluchtweg genutzt wurde, soll dann verschwinden. Nach dem Umbau befindet sich in diesem Bereich der Fahrstuhl. Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch Bürger mit Elektroscooter können dann den Mehrzweckraum und die zwei Seminarräume im Obergeschoss des Jugendzentrums nutzen. „Da freuen wir uns natürlich total drauf, dass das bald fertig wird“, sagt der Juks-Chef.

Für Krauß wird es das letzte Projekt sein, das er im Juks umsetzt. Ende Juni will er aufhören, sich zur Ruhe setzen. Der Leiter will das Projekt aber so lange betreuen, bis „so gut wie alles fertig ist“. Den genauen Tag seines Abschieds kann er deshalb noch nicht benennen. „Ich will keine offene Baustelle übergeben. Ich bin in den Detailfragen drin. Wir wollen aber jetzt Gas geben und ich gehe davon aus, dass das alles klappt.“

Ein großes Fenster zum Hof – und ein Fahrstuhl: So wird es nach dem Umbau im ersten Obergeschoss aussehen.
Ein großes Fenster zum Hof – und ein Fahrstuhl: So wird es nach dem Umbau im ersten Obergeschoss aussehen. Foto: Juks

Die Kosten in Höhe von 275.000 Euro trägt die Jubiko GmbH als Träger des Schenefelder Juks komplett selbst. Die Summe könne aus Rücklagen gestemmt werden, schildert Krauss. Die Stadt muss also nicht einspringen.

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erstellt am 12.Mai.2017 | 16:00 Uhr

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