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Neue Schulpsychologin in Schenefeld : "Ich bin gekommen, um zu bleiben"

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die gebürtige Norderstedterin Maja von Lehe tritt die Nachfolgerin von Dr. Peter Klyne an.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Vom Balkan nach Schenefeld: Für Maja von Lehe kein Problem. Denn diese Frau weiß, was sie will. Mit Schülern, Eltern und Lehrern arbeiten. Beraten, helfen, zuhören, da sein. Die 41-Jährige ist Schenefelds neue Schulpsychologin und damit Nachfolgerin von Dr. Peter Klyne, der Ende Januar nach 35 Jahren im Amt in den Ruhestand geht (wir berichteten). „Ich habe schon Schuhgröße 41, aber ich weiß, dass ich in sehr große Fußstapfen trete“, sagt von Lehe. „Ich übernehme ein gut bestelltes Feld.“ Doch der Schatten des Vorgängers schreckt die Neue nicht. Klyne arbeitet seine Nachfolgerin zurzeit ein, hilft ihr, erste Kontakte zu knüpfen. „Das erleichtert den Start“, betont von Lehe.

Die Schulpsychologin ist bereits nach Schenefeld gezogen. Noch bis Mitte Dezember lebte sie in Slowenien, unterrichtete die vergangenen neun Jahre an zwei Schulen in Ljubljana im Rahmen eines EU-Projektes Fremdsprachen. „Doch der Wunsch, zu beraten, hat mich nie losgelassen“, gesteht die Psychologin. Dafür habe ihr in Slowenien die Perspektive gefehlt, auch wenn sie an den Schulen immer wieder auch als Psychologin tätig war. Sie wollte mehr , hat gesucht – und die Stadt Schenefeld im Internet gefunden.

„Auf die ausgeschriebene Stelle hatten sich 74 Bewerber gemeldet“, sagt Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Die Wahl sei eindeutig auf Maja von Lehe gefallen.

Die ist ein „norddeutsches Mädchen“. Aufgewachsen und zur Schule gegangen in Norderstedt. Später in Hamburg Psychologie studiert. Nach dem Job in einer Personalberatung ging es dann auf den Balkan. Nun die Rückkehr in den Norden.

Schulpsychologin in Schenefeld: Ja, das ist für die 41-Jährige schon so etwas wie ein Traumjob. „Ich verstehe diese Aufgabe als Dienst am Menschen. Es ist schön, so dicht am Geschehen zu sein.“ Zwei Grundschulen und das Schulzentrum mit der Gemeinschaftsschule und dem Gymnasium. Von Lehe kümmert sich um gut 1700 Schülerinnen und Schüler. Zum Vergleich: Die beiden Schulpsychologen des Kreises sind für 22 000 Schüler zuständig. „Da kann es bis zu drei Monate dauern, bis man einen Termin bekommt. Doch wer Hilfe braucht, braucht sie schnell“, sagt Schenefelds Bürgermeisterin.

Schenefeld ist inzwischen die einzige Stadt im Kreis Pinneberg, die sich einen eigenen Schulpsychologen leistet. Wedel und Elmshorn haben diese Stelle längst gestrichen. Küchenhof: „Das ist echter Luxus, den wir uns leisten. Aber er ist Gold wert für Schüler, Eltern und Lehrer.“

Die Rahmenbedingungen spielen auch für von Lehe eine große Rolle. Sie will nicht nur die Feuerwehrfrau spielen, die eingreift, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Sie will vor allem auch präventiv tätig sein. Eines steht für die Neue fest: Schenefeld soll kein kurzfristiges Intermezzo werden. „Ich bin gekommen, um zu bleiben.“

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