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Schenefelder Krimitage : Humorvolle Spannung im Juks

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Susanne Mischke begeisterte das Publikum mit Witz und Nervenkitzel bei ihrer Lesung aus „Alte Sünden“.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 12:30 Uhr

Schenefeld | „Fangen wir mit dem Prolog an. Da kann man sich auslassen, und die Leute wissen gleich, dass es ein Krimi ist“, scherzte Susanne Mischke (Foto) gleich zu Beginn auf der Bühne. Die Zuhörer lachten. „Danach wird es ja erstmal romantisch, und man merkt das nicht unbedingt mehr“, erläuterte die Autorin schmunzelnd. Aber die Romantik im siebten Fall von Hauptkommissar Bodo Völxenendet schnell, als der Pfarrer Hector Santiago nicht zur geplanten Trauung von Jule und Fernando erscheint und in seinem Haus tot aufgefunden wird. Der Titel des Romans „Alte Sünden“ lässt erahnen, dass mehr dahintersteckt.

Drei Wochen zuvor hatte Santiago mit dem Häftling Oliver Simonsens, der wegen des Mordes an der 15-jährigen Kristina vor 13 Jahren von Völxen überführt wurde, gesprochen. Kurz nach diesem Gespräch erlag Simonsens seinem Krebsleiden. Die mutmaßliche Ermordung des Pfarrers wirft für Völxen nun einige Fragen auf, denn er hatte bei den Ermittlungen gegen Simonsens bis zum Schluss kein gutes Gefühl. Ist Kristinas wahrer Mörder noch auf freiem Fuß?

Gespannt, aber auch immer wieder lachend, lauschten die Zuhörer Susanne Mischke, die am Freitag im Juks Ausschnitte aus ihrem neuen Buch vlas. „Das sind die besten Krimis, die einen auch zum Lachen bringen“, findet Annelore Wilcke, stellvertretende Leiterin der Bücherei, die die Lesung mit organisierte. Auch Marion Meier und Tanja Schmuck hat der Abend sehr gut gefallen. „Die Autorin hat sehr schön und sehr humorvoll vorgelesen“, sagte Meier. Die beiden Schenefelderinnen sind große Krimifans und gehen jährlich zu den Schenefelder Krimitagen. Dabei würden sie nicht zu jeder Lesung gehen, sondern vorrangig zu den Autoren, die sie kennen. „Dieses Mal war eine Ausnahme, da sind wir aus reiner Neugier gekommen“, berichtete Schmuck, denn weder sie noch Meier kannten Mischkes Bücher vorher. „Wir wollten uns mal überraschen lassen.“

Die erste Hälfte der Lesung beendete Mischke mit einer Szene in einer Bar, in der Völxen gerade aufsteht, um sich ein Bier zu holen. Diese nahm sie als Überleitung, um ihre Zuhörer aufzufordern, sich ebenfalls an der Theke im Juks zu bedienen. Dieser Aufforderung folgten die Zuhörer nur zu gerne. Meier und Schmuck nutzen die Pause, um am Stand der Heymann Buchhandlung zu stöbern, sich jeweils ein Buch zu kaufen und dieses von der Autorin signieren zu lassen.Nach der Pause stand zunächst das Privatleben des Hauptkommissars im Mittelpunkt. Denn mit dem neuen Freund seiner Tochter hat er so seine Probleme. Vor allem findet er ihn viel zu alt.

Aber nicht nur privat, sondern auch beruflich wird Völxen gefordert. Auf der Beerdigung von Oliver Simonsens treffen dessen Eltern auf die Eltern des Opfers. Völxen und sein Team haben dabei alle Hände voll zu tun, die eskalierende Situation wieder zu beruhigen. Wie Völxen all diese Probleme löst, verriet Mischke in ihrer Lesung natürlich nicht. Das sollten die Zuhörer selbst nachlesen. „Wir sind sehr froh, dass die vierten Schenefelder Krimitage im Juks stattfinden“, verriet Annelore Wilcke. Dort sei die nötige Technik sowie eine Bühne vorhanden.

Auch Mischke hat der große Saal im Juks gefallen. „Die Stimmung war einfach gut“, sagte Susanne Mischke nach der Lesung. Sie könne sich auf jeden Fall vorstellen, wieder zu den Schenefelder Krimitagen zu kommen. Erstmal geht die Lesereihe „Morden im Norden“ jedoch am Freitag, 3. November, mit dem bekannten Autor Till Raether weiter, der aus seinem Roman „Neunauge“ liest.

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