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Schenefelder Tageblatt

20. August 2017 | 10:11 Uhr

Schenefeld : Hilfe für behinderte Menschen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Große Nachfrage: Der Stadtplan für Barrierefreiheit erscheint in einer zweiten, überarbeiteten Auflage von 2500 Stück.

Ein behindertengerechter Parkplatz an der Post. Ein barrierefreier Zugang zur Apotheke und zum Arzt. Ein behindertengerechtes WC am Schenefelder Platz. Für behinderte Menschen, für Senioren, aber auch für die Mama mit dem Kinderwagen gibt es in Schenefeld seit 2010 einen ganz besonderen Stadtplan – den barrierefreien Wegweiser. Er ist jetzt in der zweiten, überarbeiteten Auflage erschienen. Die 2500 Exemplare liegen unter anderem im Rathaus, im Bürgerbüro, der Sozialberatung und in der Stadtbücherei aus.

Drei Sponsoren finanzieren das Projekt

„Das Echo auf die erste Auflage war sehr groß. Der Stadtplan war im Nu vergriffen“, betonte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Die Stadt hat die Zweitauflage gemeinsam mit der AG Barrierefreiheit, der Lebenshilfe Schenefeld und dem Seniorenbeirat herausgebracht. Die Kosten in Höhe von 2500 Euro wurden komplett von drei Sponsoren übernommen: dem „Stadtzentrum“, dem Unternehmen Terrabaltic und dem Unternehmen Neuhaus.

„Wir haben die Wanderwege in Schenefeld jetzt mit in den Wegweiser aufgenommen. Sie wurden in den vergangenen Jahren von der Stadt wunderbar saniert. Das ist ein echtes Freizeitangebot“, betonte Friederike Pavenstedt von der AG Barrierefreiheit. Sie ist selbst fast täglich mit ihrem Rollstuhl in der Stadt unterwegs. Wichtige Kriterien für den Wegweiser: einfache Handhabung und gute Lesbarkeit.
Barrierefreiheit ist in Schenefeld ein wichtiges Thema. „Wir sind ständig dabei, Verbesserungen umzusetzen“, betonte Küchenhof. Manchmal auch mit ganz kleinen Maßnahmen wie zuletzt mit dem Anbringen einer Klingel am JUKS. Am Forum wird in diesem Jahr ein behindertengerechter Notausgang gebaut. Zweimal im Jahr gibt es Gespräche mit der AG Barrierefreiheit. Auch vor Ort wird bei öffentlichen Gebäuden geguckt, welche Verbesserungen noch möglich sind.

Nicht immer einfach: Volkshochschule, JUKS und Rathaus – diese öffentlichen Gebäude wurden in Schenefeld gebaut, als das Wort Barrierefreiheit bei den Planungen noch keine Rolle spielte. Für Menschen im Rollstuhl führt kein Weg nach oben. „Die Nachrüstung mit Fahrstühlen ist sehr teuer“, sagte die Bürgermeisterin.

Pavenstedt wünscht sich, dass noch mehr Schenefelder Gastronomiebetriebe barrierefreie Zugangsmöglichkeiten und Toiletten schaffen. Dann könnten sie aufgenommen werden in den Stadtplan, der für Menschen mit Handicap eine wichtige Hilfe ist.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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