zur Navigation springen

Komplettsanierung statt Umbau : Hauptstraße in Schenefeld in der Warteschleife

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

lFür den CDU-Vorstoß gibt es keine Mehrheit. Die Grünen fordern die Umgehung über Osterbrooksweg.

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Die Hauptstraße in Schenefeld ist ein Politikum: Die einen wollen sie von Grund auf sanieren, damit der Verkehr wieder rumpelfrei mit Tempo 50 fließt. Die anderen wollen sie so umbauen, dass auf Teilabschnitten nur noch Tempo 30 zulässig ist und der Durchgangsverkehr gar nicht mehr durchs Dorf fließt. Passieren wird zunächst gar nichts. Die Hauptstraße hängt in der Dauer-Warteschleife fest. „Das Vorhaben können wir für die nächsten zwei Jahre aussetzen“, brachte es SPD-Ratsherr Ronald Vierke im Stadtentwicklungsausschuss auf den Punkt.

Eines steht zurzeit fest: Für den CDU-Vorstoß der Komplettsanierung gibt es keine politische Mehrheit. „Wir werden die Straße auf jeden Fall umbauen“, betonte Vierke. Das wollen auch die Grünen – und noch mehr. „Wir müssen das Dorf vom Verkehr entlasten“, gab Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz die Marschroute seiner Partei vor. Der Durchgangsverkehr soll über die Blankeneser Chaussee und den Osterbrooksweg auf die LSE geleitet werden. Auch für Schmitz in puncto Finanzierung ein Zukunftsprojekt, denn zurzeit habe die Stadt mit den Schulsanierungen und dem Stadtkern andere Prioritäten gesetzt.

Tempo 30 auf der Hauptstraße: Im Januar hatte ein Verkehrsplaner aufgezeigt, unter welchen Bedingungen dies in einigen Bereichen möglich sei, sogar einen Shared-Space-Abschnitt ins Spiel gebracht. Die CDU glaubt nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht mehr daran, dass die zuständige Straßenverkehrsbehörde da mitmacht. „Auch die Polizei und das Busunternehmen VHH haben sich für Tempo 50 ausgesprochen“, betonte Hans-Detlef Engel (CDU). Tempo 50 für die Zukunft festzuschreiben, sei ein Anachronismus betonte dagegen Grünen-Ratsherr Herbert van Gerpen. „Tempo 30 ist aus Gründen der Sicherheit und des Lärmschutzes notwendig.“

Die Umfahrung über den Osterbrooksweg: Dieses aus Sicht der Grünen entscheidende Vorhaben hatte es zuletzt nicht einmal in den Lärmaktionsplan der Stadt Schenefeld geschafft, obwohl es von Gutachtern einst als „Leuchtturmprojekt“ zur Lärmreduzierung gepriesen worden war. Die Grünen wollen einen zweiten Anlauf wagen. Die Kritik von CDU-Mann Holm Becker – die Entlastung des Dorfes führe dann automatisch zu einer Mehrbelastung der Anwohner im Osterbrooksweg – konterte van Gerpen: „Das kann durch den Einsatz von Flüsterasphalt verhindert werden.“ Auch das steht im Gutachten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen