XFEL : Gute Busanbindung benötigt

Der Metrobus2: Für XFEL wäre eine Verlegung durch den Osterbrooksweg ideal.
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Der Metrobus2: Für XFEL wäre eine Verlegung durch den Osterbrooksweg ideal.

Die Stadt soll bei der Realisierung helfen. Die Metrolinie2 könnte bis zur Holzkoppel fahren. Wer übernimmt die Mehrkosten?

shz.de von
05. Juni 2014, 12:15 Uhr

Schenefeld | Die Hochbauarbeiten auf dem XFEL-Gelände in Schenefeld laufen auf Hochtouren. 2016 wird die European XFEL GmbH mit 260 Mitarbeitern einziehen. Dazu kommen die Beschäftigten von weiteren Firmen, die in der internationalen Forschungsanlage arbeiten werden. Das Problem: die eher als bescheiden zu bezeichnende Anbindung des Gewerbegebiets am Osterbrooksweg an den Öffentlichen Nahverkehr. Die XFEL-Verantwortlichen haben jetzt die Stadt Schenefeld um Hilfe gebeten. Ziel: die Busverbindungen zu verbessern. XFEL setzt auf Busse. „Denn nach unseren Erkenntnissen nutzen nur zirka 20 Prozent der Mitarbeiter ihre Privatfahrzeuge, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen“, sagt XFEL-Sprecher Bernd Ebeling .

Es liegen auch zwei konkrete Bus-VerbesserungsVorschläge auf dem Tisch: Die Haltestelle Holzkoppel könnte an die Metrobuslinie 2 angebunden werden. Das würde eine direkte Verbindung zu Desy in Bahrenfeld und dann weiter bis zum Bahnhof Altona bedeuten. „Das wäre ideal, denn wir rechnen tagsüber mit einem Pendelverkehr zwischen den Standorten in Schenefeld und in Bahrenfeld“, betont Ebeling. Im Einzugsbereich dieser Linie wohne zudem ein erheblicher Teil der künftigen XFEL-Mitarbeiter.

Die zweite Überlegung sieht die Schaffung einer direkten Busverbindung zum S-Bahnhof Elbgaustraße oder zum S-Bahnhof Blankenese vor. Im Stadtentwicklungsausschuss wird heute Abend (Beginn: 19 Uhr im Rathaus) erstmals über den XFEL-Vorstoß diskutiert. Zusätzliche Kosten für bessere Busverbindungen würden wohl bei der Stadt hängen bleiben. „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen“, betont Stadtplaner Ulf Dallmann. Diese Erfahrung musste die Stadt in der Vergangenheit immer wieder machen. Der Kreis Pinneberg als Träger der Busverkehre bietet nur eine Grundversorgung an.

Ob die Stadt die Nutznießer von besseren Busverbindungen – neben XFEL könnten auch weitere Firmen im Gewerbegebiet profitieren – an den Mehrkosten beteiligen kann, muss laut Dallmann diskutiert werden. „Mehr als 250 neue Mitarbeiter. Wir müssen prüfen, ob die bestehenden Buskapazitäten noch ausreichen“, betont Dallmann.

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