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Baumfäll-Ärger in Schenefeld : Grüne: CDU-Attacke voll daneben

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

CDU-Ratsherr Tobias Löffler hatte den Grünen und dem Nabu „Stimmungsmache“ vorgeworfen“.

Schenefeld | Der Baumfäll-Ärger an der Bogenstraße sorgt jetzt auch für Zoff zwischen den Parteien. CDU-Ratsherr Tobias Löffler hatte den Grünen und dem Nabu „Stimmungsmache“ vorgeworfen“. Für die Grünen geht die CDU-Attacke ins Leere – und ist voll daneben. „Wenn Herr Löffler bisher in der Schenefelder Kommunalpolitik auf sich aufmerksam machen konnte, so waren es in der Regel verbale Entgleisungen und Bisse ins Wadenbein der Grünen“, sagt Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz.

Dass sich die CDU bei der Fällaktion hinter die Mitarbeiter des Rathauses stelle, sei unnötig. Denn die Kritik der Grünen geht an die übermäßige Interpretation der Verkehrswegesicherungspflicht durch die Bürgermeisterin und den Leiter des Bauamtes, der es – entgegen einer klaren Verabredung – versäumt hatte, Umweltausschuss und Nabu vorab über diegeplante Fällaktion zu informieren.

Von Stimmungsmache könne keine Rede sein: Schmitz: „Wenn der zuständige Fachausschuss für Umwelt über Eingriffe in Wald- und Naturflächen von der Verwaltung vorab nicht informiert wurde, soll ich als Vorsitzender des Ausschusses dieses schweigend zur Kenntnis nehmen? Da hat Herr Löffler offenbar über die Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung noch einiges zu lernen. Wie nennt er die ritualisierten Beiträge des CDU-Fraktionsvorsitzenden zum Bericht der Bürgermeisterin in jeder Ratsversammlung, wenn nicht Wahrnehmung seiner Kontrollaufgaben? Was würde er sagen, wenn die Grünen dies öffentlich „plumpe Stimmungsmache gegen die Bürgermeisterin“ nennen würden?“

Dass die CDU die Fällaktionen an der Düpenau und im Renaturierungsgebiet für angemessen ansehe, habe sie vor der Kommunalwahl hinreichend deutlich vertreten. Und dafür selbst bei ihren Kernwählern kräftig verloren. Dass sie dies heute noch genau so sehe, sei ihre Sache. Die Behauptung, dass Grüne und Nabu zurückgerudert wären, bezeichnet Schmitz als „ganz großen Unfug“. Löfflers Klage, dass Grüne und Nabu die „Deutungshoheit bei umweltrelevanten Themen“ hätten, schmeichelt den Grünen sogar. „Es ist wahr, dass wir diejenigen sind, auf die es ankommt, und das liegt daran, dass die Umwelt ein zentrales Thema für uns ist und dass andere das eben gerade nicht wichtig nehmen.“

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erstellt am 12.Mär.2015 | 16:00 Uhr

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