Schenefeld : Große Übung der Jugendwehr: Diese Truppe ist fit

Die „verletzten Personen“  wurden geborgen und versorgt.
Die „verletzten Personen“ wurden geborgen und versorgt.

Großübung auf dem alten Spargelände am Osterbrooksweg. 1965 in Schenefeld gegründet.

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08. Juli 2015, 12:15 Uhr

Schenefeld | 50 Jahre Jugendfeuerwehr: Statt einer großen Party erlebte Schenefeld eine große Einsatzübung. Und die hatte es wahrlich in sich. 112 Einsatzkräfte. 24 Fahrzeuge. 20 „gerettete“ Personen – und das alles bei hochsommerlichen Temperaturen. Am Ende waren alle Beteiligten erschöpft aber glücklich. „Ihr habt wirklich eine großartige Leistung abgeliefert“, lobte Schenefelds Jugendwart Tomas Berens die Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren.

Die Organisatoren hatten den Nachwuchsrettern auf dem alten Spar-Gelände am Osterbrooksweg bei drei Szenarien alles abverlangt. In einer Werkstatthalle brannte es. Personen mussten aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Eine besondere Herausforderung stellte hierbei ein Linienbus dar, der in einer verrauchten Halle stand und nach betroffenen Personen durchsucht werden musste.

Im zweiten Einsatzabschnitt war ein Schwelbrand ausgebrochen, der zu einer starken Verrauchung führte. Mehrere Personen mussten gesucht und gerettet werden. Parallel musste vom angrenzenden Schacksee eine Wasserversorgung hergestellt werden. Im dritten Einsatzabschnitt war es durch einen Defekt an der Lüftung zu einer Verrauchung im Bürotrakt gekommen. Wieder mussten Personen gerettet werden.

Partynebel, vom DRK-Ellerbek geschminkte Personen, die die Verletzten spielten: Die Übung wurde so realistisch wie möglich gestaltet. Und die Schenefelder Jugendfeuerwehr hatte Unterstützung. Kollegen aus Appen, Rellingen, Pinneberg, Halstenbek, Picher, Osdorf, Eidelstedt und Lurup stellten sich den Aufgaben.

Grillwürstchen und kalte Getränke

Nach dem Einsatz ging es zur Feuerwache am Kiebitzweg. Dort warteten Grillwürstchen und viele kalte Getränke auf die Einsatzkräfte – und Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski sowie Städträtin Monika Stehr (beide SPD). Bichowski blickte zurück ins Jahr 1965, als die Schenefelder Jugendfeurwehr aus der Taufe gehoben wurde. „Ich danke den Gründern unserer Jugendfeuerwehr für ihre Weitsicht. Unsere Stadt ist sehr stolz auf die Leistung der jungen Schenefelder Deerns und Jungs.“

In der Feuerwehr sein, heiße Bereitschaft zu zeigen und Kameradschaft zu pflegen. „Wenn es in unserer Stadt eine starke Feuerwehr gibt, dann ist es auch der Verdienst einer guten Jugendarbeit“, betonte die Bürgervorsteherin. „Mit großem Respekt und voller Hochachtung für ihre Leistung, möchte ich mich bei allen ehemaligen Jugendwarten und Ausbildern bedanken, die unsere Jugendlichen in den vergangenen 50 Jahren begleitet haben.“

Die Glückwünsche der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Pinneberg überbrachte die Delegation des Kreisjugendfeuerwehrausschusses, allen voran der Kreisjugendwart Ernst-Niko Koberg. Er kam nicht mit leeren Händen nach Schenefeld, sondern überbrachte einen Geschenkgutschein.

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