zur Navigation springen

Schenefeld : Graffiti-Schmierereien und Sachbeschädigung nehmen zu

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schmierereien im Stadtgebiet haben zugenommen. Gruppe aus Hamburg soll in Schenefeld aktiv sein.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 14:07 Uhr

Schenefeld | Als Schenefelds neuer Polizeichef Matthias Lüdke im Mai 2014 die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2013 präsentierte, sorgte vor allem eine Zahl für Freude. Es gab nur eine einzige Graffiti-Tat. Das sei schön für das Stadtbild, betonte Lüdke. Wenn er oder seine Kollegen heute durch Schenefeld spazieren, springen ihnen die illegalen Graffiti-Schmierereien geradezu ins Gesicht.

In Schenefeld gehen die Graffiti-Sprayer um – und sie verschonen kaum einen Stromkasten, einen Papierkorb oder eine Bushaltestelle. Vor allem im Dorf sind die Sprayer seit Wochen unterwegs. Die nagelneue Übergabestation der Wärmeversorgung an der Alten Landstraße wurde von allen vier Seiten besprüht. Auch an der Luninezbrücke und an der Post waren die Sprayer aktiv. „Die Zahl der angezeigten Graffiti-Taten sind im vergangenen Jahr gestiegen“, so viel  kann Sebastian Bolle von der Schenefelder Polizei schon jetzt sagen. Und: Wer illegal sprayt, begeht eine Straftat. Bolle: „Das ist Sachbeschädigung.“ 

Für die Täter kann das ein teurer Spaß werden. Zivilrechtliche Ansprüche der Geschädigten gelten für einen Zeitraum von 30 Jahren.

Die Zunahme der illegalen Graffiti hat auch Schenefelds Streetworkerin Alica Levenhagen längst registriert. Und da einige Sprayer unter ihren „Kunstwerken“ auch ihre Graffiti-Initialen hinterlassen, weiß sie auch, wer da in Schenefeld mit den Spraydosen unterwegs ist. „Das sind Sprayer, die man aus Hamburg kennt. Sie haben anscheinend jetzt Schenefeld für sich entdeckt.“ Levenhagen kann nicht ausschließen, dass auch Schenefelder sprayen. Aber eine neue Graffiti-Szene in der Stadt hat die Streetworkerin nicht ausgemacht.

Die Stadt Schenefeld hatte in Zusammenarbeit mit dem Juks in den vergangenen Jahren mehrere Graffiti-Vorzeige-Projekte realisiert. Die Tunnel am „Stadtzentrum“ und an der Altonaer Chaussee wurden mit legaler Graffiti verschönert. Hintergrund der Aktionen: Legale Graffiti schützt vor illegaler Graffiti. Dieses Prinzip soll jetzt auch beim beschmierten Gebäude der Wärmeversorgung zum Tragen kommen. Der Sozialausschuss hatte schon vergangenes Jahr ein weiteres legales Projekt auf den Weg gebracht. Das Häuschen bekommt in diesem Jahr ein neues Gesicht – mit hübscher, legaler Graffiti aus Schenefeld.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen