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Expansion : „Glücksgriff“ verdoppelt seine Fläche

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Einrichtung mietet ehemaligen Beauty-Salon an der Lornsenstraße an. Die Wiedereröffnung ist am Montag, 9. Januar

Schenefeld | Für den Schenefelder „Glücksgriff“ war das ein echter Glücksgriff: Der Verein kann seine Verkaufsfläche in der Lornsenstraße verdoppeln, weil die Räume nebenan frei geworden sind. Claudia Richter-Stuwe hat ihren Beauty-Salon geschlossen, sie zieht nach Elmshorn. Vereins-Chefin Ingrid Pöhland zögerte nicht lange und sagte zu. Der Mietvertrag ist unterschrieben. Am Montag, 9. Januar, wird der neu aufgeteilte Second-Hand-Laden wieder eröffnet. Bis dahin wird alles auf Vordermann gebracht. Der „Glücksgriff“ hat so lange geschlossen.

Bisher hatte das Team insgesamt 70 Quadratmeter zur Verfügung – mit Packräumen im hinteren Bereich. Die Ladenfläche betrug 45 Quadratmeter und verdoppelt sich nun. Zudem gibt es noch weitere Kellerräume. Es werde einen Durchbruch mit Tür geben, so dass ein zusammenhängender Laden entsteht. Pöhland ist die Freude über den Coup anzusehen. „Das war eine einmalige Gelegenheit“, sagt sie. „Wir sind hier von Anfang an an unsere Grenzen gestoßen.“ Obwohl es noch ein zweites Geschäft für Herren, Abendmode und Trachten mit großem Lager am Heisterweg gibt – der Großteil der Einnahmen für soziale Zwecke wird an der Lornsenstraße erwirtschaftet.

„Wir haben viele Stammkunden, die sehr glücklich sind. Die zahlen bei uns nicht mehr als auf dem Flohmarkt“, sagt Pöhland. Sie betont aber, dass jeder bei ihr einkaufen kann. Hartz-IV-Empfänger und Schnäppchenjäger sind gleichermaßen willkommen.

In den kommenden Tagen muss das ehrenamtliche Team kräftig mit anpacken. Die Vormieterin habe zwar viele Ladenbauteile gespendet und die Räume seien in einem guten Zustand. Und dennoch bleibt viel zu tun. Der gesamte Laden wird neu strukturiert.

Auch die Aufgabenverteilung für das 53-köpfige Team will Pöhland anpassen. So soll es Kompetenzteams geben. Jeder bekommt seinen eigenen Bereich, beispielsweise Kinderbekleidung oder Geschirr. Bei Letzterem sei es zum Beispiel wichtig, die Preise genau zu recherchieren. Oftmals befänden sich unter den gespendeten Tassen und Tellern wahre Schätzchen.

In dem Zusammenhang weist die Vereins-Chefin darauf hin, dass nur saubere, gut erhaltene Sachen weiterverkauft werden können. „Leider wurden in letzter Zeit viele dreckige Sachen abgegeben Das mussten wir entsorgen“, erläutert sie. Zu den Öffnungszeiten montags bis freitags von 10 bis 13 und 15    bis 18 Uhr können Spenden abgegeben werden.

Ihr Fazit für das Jahr 2016 fällt positiv aus. „Wir können sehr zufrieden sein.“ Die Einnahmen würden kontinuierlich steigen. Insgesamt hat der Verein im vergangenen Jahr 40  000 Euro für soziale Projekte gespendet. Beim Hilfsprojekt für Nepal kamen zusätzliche 25  000    Euro zusammen.

Pöhland hofft, dass auch der größere Laden weiter so starken Zulauf erhält. „Es muss sich ja auch rentieren, weil wir die doppelte Miete zahlen.“ Sie sieht die Vergrößerung aber vor allem als Investition in die Zukunft. Schließlich sei noch völlig unklar, ob im neuen Bürgerzentrum auch der „Glücksgriff“ einen Platz bekommt.

Ab 10 Uhr heißt das Team die Kunden am Montag, 9. Januar, willkommen. Mit Kaffee und Keksen – und deutlich mehr Platz.

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erstellt am 28.Dez.2016 | 16:52 Uhr

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