Zwei Varianten der Erschließung : Gewerbegebiet-Süd am Osterbrooksweg wird neu geplant

Der Spar-Parkplatz am Osterbrooksweg ist Geschichte. Das Gelände ist mittlerweile im Besitz der Stadt und soll zu einem Gewerbegebiet umfunktioniert werden.
Der Spar-Parkplatz am Osterbrooksweg ist Geschichte. Das Gelände ist mittlerweile im Besitz der Stadt und soll zu einem Gewerbegebiet umfunktioniert werden.

Alternativen im Schenefelder Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

shz.de von
19. Juli 2018, 13:00 Uhr

Schenefeld | Die neue Planung für das Gewerbegebiet-Süd, westlich des Osterbrooksweg und nördlich der Straße Hasselbinnen gelegen, ist in Gang gesetzt – obwohl dort im Zuge eines Gutachtens Altlasten nachgewiesen wurden.

Ulf Dallmann, Fachdienstleiter Planen und Umwelt der Stadt Schenefeld, erläuterte im Rahmen des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zwei Erschließungsvarianten für das Gebiet. Beide sehen eine Zufahrt für das Gewerbegebiet nicht über den Osterbrooksweg vor. Die Erschließung soll über die Straße Hasselbinnen erfolgen. „Eine Zuwegung über den Osterbrooksweg ist nicht sinnvoll“, erklärte Dallmann. „Es ist eine der Hauptverkehrsadern in Schenefeld. Je mehr Zuwegungen von dort ausgehen, desto mehr Staupotential ergibt sich.“ Man müsse sich das Straßenverkehrsnetz wie das Blutsystem im menschlichen Körper vorstellen. Es funktioniere nur, wenn nicht alle Adern – oder in diesem Fall die Straßen – von einer großen Zuleitung abgehen würden. Ein Lärmschutzwall im Norden zur Straße Lerchenweg sei geplant, erklärte Dallmann gleich zu Beginn.

Zwei Möglichkeiten

Doch wie könnte das etwa 40.000 Quadratmeter große Gebiet stattdessen erschlossen werden? „Es gibt zwei Möglichkeiten: eine Ringerschließung und eine Sticherschließung. Letztere würde ein wenig mehr Aufwand mit sich bringen. Es müsste ein Wendehammer mit eingeplant werden, damit Lkw auch wieder den Weg hinaus finden“, sagt der Fachbereichsleiter. Zudem müsste der Müll von den Grundstücken an den einzelnen Stichen immer an die große Zuwegung gebracht werden. „Wir möchten eigentlich lange Stiche und sehr große Grundstücke vermeiden. Unser Ziel als Stadt ist es, Kleingewerbe langfristig zu binden“, sagte Dallmann. Eine Ringerschließung würde das Gelände laut ihm wesentlich sinnvoller umfassen. „Wir hätten nicht das Problem, dass Wendehammer benötigt werden, da sich die Straße selbst wieder trifft. Eben in Ringform.“

Die Politiker des Gremiums hörten sich die Erklärungen des Fachdienstleiters interessiert an. Und äußerten sich einstimmig. „Müssen wir uns bereits jetzt auf eine Erschließungsvariante einigen? Das Ganze steht und fällt doch mit der Nachfrage nach den Grundstücken“, sagte Holm Becker aus den Reihen der CDU. „Wenn dann doch ein Interesse nach größeren Grundstücken besteht, dann wäre die Sticherschließung demnach die bessere Alternative.“ Dallmann bejahte: „Wenn Konsens besteht, dann können wir uns gern darauf einigen, beide Alternativen offen zu lassen. So können wir vom Fachbereich weiter arbeiten, Aufzeichnungen über Flora und Fauna veranlassen und den Auftrag an ein Planungsbüro übergeben.“ Beide Erschließungsvarianten werden weiterhin berücksichtigt. Erst nachdem Interessenten für die Grundstücke gefunden sind, wird eine Erschließungsalternative übernommen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen