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Grünen-Ratsherr verteidigt Kunstrasenplatz : Gerd Schwarz steht hinter den Kunstrasen-Plänen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2016 | 16:15 Uhr

Schenefeld | 2017 soll das Stadion Achter de Weiden einen Kunstrasenplatz erhalten. Doch die Entscheidung des Sportausschusses stieß bei einigen Bürgern und auch beim Nabu auf Kritik. Gerd Schwarz, ehemals Vorsitzender des Vereins Blau-Weiß 96 und heute als Grünen-Ratsherr und Vorsitzender in der AG Sportstättenplanung an der Entscheidung beteiligt, verteidigt das Vorgehen: „Der Beschluss basiert auf einer Empfehlung von der AG Sportstättenplanung. Es wird von allen in der Ratsversammlung vertretenen Parteien befürwortet und von den mehrheitlichen Nutzern – den Schulen und vom Gesamtverein Blau Weiß 96, nicht nur von der Fußballabteilung, gefordert beziehungsweise unterstützt.“

Mit dieser Planung sei die jahrzehntelange Forderung nach einem fünften Sportplatz in Schenefeld vom Tisch. „Beendet ist damit auch die unsinnige Suche nach einer Sportfläche im Landschaftsschutzgebiet, nachdem die vorgesehene und ausgewiesene Fläche unverständlich einer Bürger- und Hundewiese geopfert wurde.“ Dies sei mit politischer Absegnung von Blau-Weiß nahestehenden Repräsentanten in der damaligen Ratsversammlung geschehen. Die Nabu-Vorbehalte, ein Kunstrasenplatz sei ökologisch gesehen vergleichbar mit einem Parkplatz, weist Schwarz zurück. „Die heutigen Kunstrasenprodukte sind sehr strapazierfähig, pflegeleichter und der korkhaltige Bodenbelag ist sehr wohl wasserdurchlässig und an die Drainage angebunden, so dass der Niederschlag wieder dem Wasserkreislauf zugeführt wird.“

Seit Bestehen der Kleinspielfelder sei in den vergangenen drei Jahren noch kein Spiel- und Trainingsbetrieb ausgefallen. „Der Kunstrasen auf diesen Nebenplätzen hinterlässt keine Rückstände in der Haut und verursacht weniger Verbrennungen als ein Sturz auf den Grandplätzen.“ Für das Stadion sei sogar eine noch bessere Qualität vorgesehen, die nahezu Echtrasenniveau erreiche. „Der einzige Nachteil: Die Knie werden nicht mehr schmutzig.“ Schwarz weist darauf hin, dass die Entscheidung pro Kunstrasen und neuer Flutlichtanlage noch von weiteren Ausschüssen und letztlich von der Ratsversammlung abgesegnet werden müssten. Vom Land und vom Kreis müssten zudem Zuschüsse eingeworben werden. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf zirka 970.000 Euro. Blau-Weiß 96 hofft auf Zuschüsse in Höhe von 270.000 Euro.

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