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70 Jahre Awo : Gegründet in einer Zeit großer Not

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Einrichtung blickt auf eine bewegte Vereinshistorie zurück.

Schenefeld | Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Ortsverein Schenefeld, stehen unmittelbar bevor. Der Verein feiert am Donnerstag, 22. Juni, von 12 Uhr bis 18 Uhr im Juks, Osterbrooksweg 25, sein 70-jähriges Bestehen. „Willkommen sind nicht nur Mitglieder, sondern alle Gäste, die Lust haben, mit uns zu feiern“, betont der Vorsitzende Albert Burs.

Der Ortsverein kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. „Die Gründung des Vereins im Jahr 1947 fiel in eine Zeit, wo die Not auch in Schenefeld groß war“, berichtet der ehemalige Bürgermeister Burs. Es galt, zahlreiche Flüchtlinge, Vertriebene und Bomben-Geschädigte zu versorgen. 55 Mitglieder gehörten dem Ortsverein im Jahr 1947 an. Horst Duffke gründete den ersten Awo-Vorstand in der Düpenaustadt. Die Mitglieder verteilten Bilderbücher an bedürftige Kinder. 200 Teilnehmer nahmen an der ersten Weihnachtsfeier teil.

Während der Verein sich heute überwiegend der Seniorenarbeit widmet, gründeten die Mitglieder damals Nähstuben, um Bedürftige mit Kleidung zu versorgen. „Auch der Nachbarschaftshilfe kam ein Stellenwert zu, den man sich gegenwärtig nicht mehr vorstellen kann“, berichtet der Vorsitzende. Es galt, mehr Wohnraum zu schaffen. Der Schwarzmarkt boomte.

Die Awo gründete in dieser Zeit mit anderen Wohlfahrtsverbänden eine Notgemeinschaft. Sie half dabei, die Schulspeisung in Schenefeld zu veranstalten. „Die Betreuungsarbeit erstreckte sich damals vor allem auf Russlandheimkehrer und Flüchtlinge aus dem Osten. Die Mitglieder unterstützten in dieser Zeit auch das Kreiswaisenheim in Wedel.“

Die Awo begann Anfang der Sechziger Jahre mit den damals betitelten „Altennachmittagen“. Sie erweiterte das Angebot in den folgenden Jahren. Mit anderen Trägern der Seniorenarbeit im Wechsel – darunter Kirche und dem Siedlerbund – organisierte die Awo die Kaffeenachmittage. Der Verein veranstaltet diese Nachmittage heute allein. Die Senioren treffen sich jeden Donnerstag um 14 Uhr in der Begegnungsstätte im Rathaus. „Die Menschen kommen hier beim Klönen und Kartenspielen auf ihre Kosten“, sagt Burs. Die Awo veranstaltet die Weihnachtsfeiern seit einigen Jahren im Juks. „Wir sind dankbar für die Hilfe der Juks-Mitarbeiter, die uns helfen, solche Feste veranstalten zu können“, sagt Burs. Er ist seit 1986 Awo-Vorsitzender, vier Jahre zuvor trat er dem Verein bei. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Constantin von Piechowski steht er heute an der Spitze des Vereins. „Die Zusammenarbeit im Vorstand ist sehr harmonisch“, bilanziert der Vorsitzende.

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