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Schenefelder Tageblatt

22. Oktober 2017 | 06:37 Uhr

Schenefeld : Fulminanter Musik-Auftakt im Forum

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Hamburger Symphoniker unter der Leitung von Wolfram-Maria Märtig überzeugten mit routinierter Könnerschaft. Sopranistin Nerita Pokvytyte und Tenor Hyo Jong Kim sangen sich schnell in die Herzen der Zuhörer.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 14:15 Uhr

Schenefeld | Die Hamburger Symphoniker unter der Leitung von Wolfram-Maria Märtig überzeugten mit routinierter Könnerschaft, Sopranistin Nerita Pokvytyte und Tenor Hyo Jong Kim sangen sich mit schmelzenden Stimmen schnell in die Herzen der Zuhörer. Aber dass das Publikum auch immer wieder dem nächsten Auftritt der Moderatorin entgegenfieberte, war sicher eine Besonderheit der Neujahrsgala im Forum.

Mit ihrem Charme und Esprit lotste Stefanie Fricke ihre Zuhörer selbst durch die vertracktesten Liebes- und Eifersuchtswindungen des Opernkosmos. So manche treffsichere Pointe entlieh die künstlerische Leiterin der Pinneberger Landdrostei zwar bei Altmeister Loriot, übersetzte sie aber souverän in ihre eigene viel herzlichere Tonart. Mit Recht durfte sie sich am Ende den Beifall mit den musikalischen Stars des Abends teilen.

Das Programm war von beschwingter Leichtigkeit, ein unfehlbarer Promenadenkonzert-Mix aus italienischem Opernpathos, amerikanischem Hollywood- und Musical-Glitter sowie deutsch-österreichischer Walzer- und Operettenseligkeit, war ein perfekter, heiter-optimistischer Toast auf ein glückliches neues Jahr. Als Komponisten zeichneten Donizetti, Mascagni, Puccini und Rossini für den mediterranen Süden, Emmerich Kalman, Johann Strauß Sohn sowie Josef Strauß und Franz von Suppé für das heimatliche Mitteleuropa und schließlich Leonard Bernstein sowie Erich Kornstein für die Gestade hinter dem Großen Teich verantwortlich. Der Radetzkymarsch beschloss den Reigen der Zugaben. Auch von außerhalb waren zahlreiche Gäste dabei. Trotzdem waren nur etwa 280 der rund 400 Sitzplätze im Forum besetzt. Dies, obwohl viele Tickets an Seniorenheime in der Nachbarschaft verschenkt worden waren. Ein Wermutstropfen für Sibylle Hallberg vom Förderverein der Pinneberger Landdrostei. „Das ist für uns ein Verlustgeschäft“, kommentierte sie, denn die Drostei hatte das Konzert mit dem Schenefelder Juks als kulturelles Leuchtturmprojekt des Kreises Pinneberg auf die Beine gestellt, so wie eine Woche vorher schon in Elmshorn, dort zusammen mit dem Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik und vor vollem Haus.

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