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Stadtentwicklung : Fünf-Finger-Kreisel bleibt ein „Riesenproblem“

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Für den Knotenpunkt rund um die Zuwege der Lornensenstraße, Kiebitzweg, Linden- und Friedrich-Ebert-Allee stehen eine ampelfreie Lösung oder eine Optimierung der Ampelschaltung zur Debatte.

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erstellt am 24.Apr.2014 | 12:15 Uhr

Schenefeld | Auch in seiner jüngsten Sitzung kristallisierten sich die Vorbehalte des Stadtentwicklungsausschusses gegen einen Fünf-Finger-Kreisel klar heraus. Als „zu teuer“ führte CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke erneut seine Argumente an.

Zur Debatte standen für den Knotenpunkt rund um die Zuwege der Lornensenstraße, Kiebitzweg, Linden- und Friedrich-Ebert-Allee entweder eine ampelfreie Lösung oder eine Optimierung der Ampelschaltung. Beide der im Gespräch befindlichen Lösungen werden erwartungsgemäß „sehr hohe Kosten“ verursachen.

Günter Leimert, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Baubehörde, erläuterte ausführlich, mit welchen Konsequenzen bei „ringförmiger“ Straßenführung in einen größeren Kreis zu rechnen sei. Die Straßen geometrisch auf den Kreismittelpunkt zuzuführen bedeute, erheblich in die vorhandene Grundstückssituation einzugreifen. „Was die Westseite betrifft, halte ich das für ein Riesenproblem“, so Leimert.

Nochmals argumentierte er für die von ihm favorisierte ovale Kreisverkehrslösung. Sein Ansatz: Der Verzicht auf viele Lichtsignale hat dem Kreisverkehr eine Renaissance beschert. „Dadurch wird Verkehr wieder organischer“, so der Fachbereichsleiter. Auch Stadtplaner Ulf Dallmann appellierte dafür, die Kreisverkehrslösung nicht vorschnell vom Tisch zu wischen.

In der Vergangenheit hatte die Diskussion um eine tragfähige Lösung für die Stau-Situation in Zeiten des Berufsverkehrs mehrfach zu heißen Debatten geführt. Bisherige Untersuchungen von Verkehrsplanern hatten nicht überzeugt. Besonders Eltern fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder beim Abbau der vorhandenen Ampelanlagen.

CDU-Mann Rüpcke sprach sich dafür aus, vor erneuter Beauftragung von Experten sich bereits im Vorfeld Gedanken über akzeptable Lösungen zu machen.

Öl auf die Wogen goss Grünen-Chef Mathias Schmitz zum Ende der Diskussion. „Bei der Fünf-Finger-Kreuzung handelt es sich um eine hochbelastete Verkehrssituation“, so Schmitz. Hier staue sich der Verkehr schnell, baue sich aber auch schnell wieder ab. Daher sprach er sich dafür aus, den Einstieg in das Thema noch einmal zu verschieben. Sein Vorschlag „Wir leben seit 30 Jahren mit dem Ding, da kommt es jetzt auf fünf weitere Jahre auch nicht an“ traf bei den Anwesenden auf überwiegende Zustimmung.

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