zur Navigation springen

BfB bringt Schulneubau für Schenefeld ins Spiel : Fraktionschef Pfitzner sieht in Modernisierung finanzielles Fass ohne Boden

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Kosten sollen auch mit Stadtkern-Mitteln gedeckt werden. Noch im Dezember hatte der Rat auf Antrag der Grünen beschlossen, für 2016 noch einmal zusätzlich 100.000 Euro für die beiden Schulen zur Verfügung zu stellen.

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Schenefeld | Sanierungsstau am Gymnasium: Der kommissarische Schulleiter Hartmut Appel hatte im vergangenen Jahr auf die baulichen Defizite im Gebäude und im Außenbereich nachdrücklich hingewiesen. Die Politik hat reagiert, will viel Geld ins Schulzentrum Achter de Weiden stecken, um ein modernes Gymnasium und eine moderne Gemeinschaftsschule zu erhalten. Noch im Dezember hatte der Rat auf Antrag der Grünen beschlossen, für 2016 noch einmal zusätzlich 100.000 Euro für die beiden Schulen zur Verfügung zu stellen.

Doch ist das der richtige Weg? Die BfB meldet jetzt ernsthafte Zweifel an dem eingeschlagen Kurs an. Fraktionschef Manfred Pfitzner bringt eine Alternative ins Spiel: den Neubau des Schulzentrums. „Bevor wir Millionen Euro in die Sanierung der alten Gebäude investieren, sollten wir prüfen, ob sich ein Neubau verwirklichen lässt“, fordert Pfitzner. Die Kosten sollten ermittelt, dann eine Entscheidung getroffen werden.

Den BfB-Chef treibt die Sorge um, dass die Modernisierung des Schulzentrums für die Stadt schnell zu einem finanziellen Fass ohne Boden werden könnte. Die Schulen wurden in den 1970er Jahren gebaut. An den Gebäuden nagt der Zahn der Zeit. Die Stadt hat die Initiative ergriffen. Die Kellerdecken sollen gedämmt, die Dächer saniert werden. Pro Jahr sollen in beiden Schulen mindestens drei Klassenräume modernisiert und in puncto Akustik, Beleuchtung und Temperaturregelung auf den neusten Stand gebracht werden. Doch Pfitzner fürchtet bei diesem Vorgehen eher Flickschusterei. „Und wir wissen nicht, welche ungeahnten Überraschungen im Schulzentrum noch auf uns zukommen.“

Ein Neubau: Das sei der Stadt auch vor über 40 Jahren gelungen. „Das sollte auch heute möglich sein“, betont der BfB-Chef. Er schlägt vor, mit dem ersten Baukomplex auf der Bürgerwiese, die direkt am Schulzentrum liegt, zu beginnen. Nach der Fertigstellung könnten dort die ersten Klassen des Gymnasiums oder der Gemeinschaftsschule einziehen. Die alten Schulgebäude sollten dann nach und nach abgerissen und neu gebaut werden. Ein Vorhaben, das sich über mehrere Jahre erstrecken würde. Auch der Bau einer Kita auf dem Gelände sei denkbar. Ein Millionenprojekt, das ist auch Pfitzner klar. Er setzt nicht nur auf Zuschüsse von Bund und Land. Der BfB-Chef möchte auch die zirka sieben Millionen Euro, die Schenefeld in die Schaffung eines echten Stadtkerns investieren möchte, für den Schulneubau einsetzen. Pfitzner: „Der Stadtkern ist ein Luxusprojekt.“

Das Forum im Schulzentrum möchte die BfB nicht nur erhalten, sondern aufwerten. Laut Pfitzner könnte ein richtiges Foyer entstehen. Damit greift er Pläne auf, die der Kulturverein Forum Schenefeld einst verfolgt hatte und die gescheitert waren. Ein Schulneubau: In Halstenbek ist das Vorhaben unter anderen Voraussetzungen gelungen. Die BfB möchte in Schenefeld die Diskussion anschieben. „In der Vergangenheit hatten die Grünen vorgeschlagen, die Gorch-Fock-Schule neu zu bauen. Das ist nicht passiert. Die Bfb sagt Ja zu einem neuen Schulzentrum.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen