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Schenefelder Tageblatt

21. August 2017 | 12:40 Uhr

Fleißig: Stadt erhebt Tausende von Daten

vom

Schenefeld | Sie steigen hinab in den Keller des Rathauses und wühlen sich im Archiv durch Berge von Aktenordnern. In Schenefeld gehen seit Wochen die "Datenjäger" um. Die Rathaus-Mitarbeiter tragen Fakten zusammen über Gebäude, Pumpstationen, Ampelanlagen, Fahrzeuge und Lampen - tausende Daten für Deutschlands neue Energie-City Schenefeld.

Energieeffiziente Musterkommune: Phase zwei läuft. "Wir sind mitten in der Bestandsanalyse ", sagt Martina Schiller. Im dritten Stock, im Büro von Schenefelds Umweltberaterin , laufen alle Daten, alle Fäden zusammen. Sie steuert das auf drei Jahre angelegte Großprojekt mit den beiden Kooperationspartnern Eon und der Deutschen Energieagentur (Dena). Ziel: die städtischen Energiekosten zu senken, ein professionelles Energiemanagement in der Stadt zu installieren.

"Von diesem Datenschatz wird Schenefeld profitieren", verspricht Schiller. Erstmals werden alle relevanten Daten und Fakten zusammengeführt - aus allen Dienstzimmern.

Gebäude, Verkehr, Beleuchtung, Organisationsstrukturen, Stromnutzung, Energieversorgungssysteme: Die Dena muss mit Daten gefüttert werden, denn in der dritten Phase des Projektes wird die Energieagentur errechnen und bewerten, mit welchen Maßnahmen die Kleinstadt ihre Energieeffizienz verbessern kann.

Schenefeld unter der Energie-Lupe: Die Stadt verfügt über 31 Gebäude, 15 davon sind vermietet. Für alle muss unter anderem der Sanierungsaufwand, die Wärmeversorgung und das Gebäudemanagement festgestellt werden. Die neun Fahrzeuge des Bauhofs werden überprüft. Wie alt sind sie? Was verbrauchen sie? In einer Befragung wurde eruiert, wie die Rathaus-Mitarbeiter zur Arbeit kommen. Gibt es Dienstfahrräder? Gibt es eine Bahncard für Dienstreisen? In Schenefeld wird jeder Stein umgedreht. Die Erfassung der Beleuchtung in den Nebenstraßen ist laut Schiller schon fast abgeschlossen. In den Haupstraßen wird schon auf LED umgerüstet.

Daten sammeln: Die Arbeit ist aufwendig und langwierig. "Aber wir liegen im Zeitplan", betont Schiller. Bis Ende des Jahres sollen alle von der Dena benötigten Daten vorliegen. Schiller geht davon aus, dass relativ schnell im nächsten Jahr das Maßnahmen-Bündel von der Dena auf dem Tisch liegt. "Dann ist die Politik gefragt. Es geht darum, Prioritäten zu setzen, was umgesetzt werden soll und wann." Schiller betont, dass das Projekt eben nicht nach drei Jahren abgeschlossen sei. Ziel sei es, in diesen drei Jahren ein Klimaschutzmanagement aufzubauen, das langfristig Bestand habe.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 01:14 Uhr

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