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Schenefelder Tageblatt

14. Dezember 2017 | 20:30 Uhr

Rellingen : „Es tut weh, so etwas aufzugeben“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach elf Jahren: Musicalensemble „Music & Move“ hört auf - der Grund: Die Choreografin und drei Leistungsträger gehen.

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Elf Jahre Musical-Theater auf höchstem Niveau vor insgesamt mehr als 10.000 frenetischen Fans nach den Shows: Das Rellinger Ensemble „Music & Move“ (M & M) war eine feste Größe im quirligen Kulturleben der Baumschulengemeinde. Stets im ersten Monat des Jahres fesselten packende Choreographien und Gesangseinlagen in der kleinen Egenbüttler Turnhalle. Tickets waren Monate vorher vergriffen. Doch in diesem Jahr ist Schluss damit: „Das Erfolgs-Ensemble hat sich schweren Herzens aufgelöst“, bestätigte jetzt Mitglied Susanne Hell.

Die Gründe dafür: „Im Januar 2013, nachdem wir unsere fünf Shows mit viel Lob beendet hatten, wussten wir, dass es schwer werden würde, die Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Denn drei unserer Leistungsträger verkündeten, dass sie ab sofort
nicht mehr zur Verfügung stehen würden“, begründet Hell die Maßnahme. Beruf und Hobby hätten sich nicht mehr miteinander vereinbaren lassen. „Dazu kam, dass auch unsere Choreografin aus Termingründen nicht mehr in der Lage war, das M & M-Team zu coachen“, so eine weitere Begründung.

Suche und Motivation über Facebook, eingehende Überzeugungsgspräche – nichts habe gefruchtet. Hell, ein wenig traurig: „Es ist verdammt schwer, jemanden zu finden, der tanzen und singen kann und der bereit ist, sehr viel Zeit für dieses Hobby zu investieren.“

Tanz der Vampire, Mamma Mia, Tarzan, König der Löwen, Little Shop of Horrors, Cats, Romeo und Julia, Sister Act, Elisabeth, Phantom der Oper, Mozart und so weiter, und so weiter. Zudem die klassischen Einlagen von Karin Kunde, gepaart mit Können und komödiantischem Talent: das Lachen darüber bleibt allen in Erinnerung. Und Hell ist alles andere als Pessimistin: „Aber wer weiß. Vielleicht geschieht irgendwann ein Wunder und es finden sich doch wieder Menschen zusammen, die diese Institution weiterleben lassen. Die Lust am Singen und Tanzen haben und den Ehrgeiz aufbringen, eine Show auf die Bühne zu bringen.
Noch haben wir unseren riesigen Kostüm-Fundus nicht aufgelöst.“

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