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Schenefeld : Erntedankgottesdienst lockt etwa 100 Besucher ins „Stadtzentrum“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Erntedankgottesdienst lockt etwa 100 Besucher ins Schenefelder „Stadtzentrum“. Musicaleinlagen und Predigt auf Englisch.

Schenefeld | Es ging um Dankbarkeit, Barmherzigkeit und Nächstenliebe, denn „Erntedank“ lautete das Thema im „Stadtzentrum“. Aber nicht alles eignete sich dazu. Auf dem Marktplatz hatte Hamburgs lutherische Bischöfin Kerstin Fehrs gerade ihre Predigt absolviert, da entfuhr ihr der Seufzer: „Das ist ja furchtbar.“ Ihr Verdruss galt dem Mikrofon vor ihrem Gesicht, das sie die ganze Zeit lang am Kopf tragen musste. Andererseits, vielleicht war sie auch dankbar, das ungeliebte Ding endlich ablegen zu dürfen.

Vorher, während ihrer Ansprache an mehr als 100 Gläubige, ließ sie sich davon nichts anmerken. Predigttext war das Gleichnis vom reichen Bauern, der seine Ernte ganz für sich allein verprassen wollte und stattdessen den Tod erlitt. Das kommentierte die Bischöfin mit der rührenden Kindergeschichte von einem kleinen Jungen. Der suchte den lieben Gott und traf unterwegs eine arme alte Frau. Mit der teilte er seinen Proviant. Zuhause erzählte er später überglücklich, er habe Gott getroffen „und sie kann ganz lieb lächeln“. Etwas anders haftete die Begegnung mit Gott im Gedächtnis der alten Frau: „Er ist viel jünger als ich dachte“, staunte sie.

Erst das Teilen der Ernte mache reich, das kam in allen Wortbeiträgen zum Ausdruck, gerade auch mit Bezug auf die aktuelle Flüchtlingssituation im Lande. Bürgermeisterin Christiane Küchenhof ging schon in ihren Eröffnungsworten darauf ein.

Gestaltet wurde die 13. Ausgabe des Erntedankgottesdienstes im „Stadtzentrum“ von der evangelisch-lutherischen Paulskirche mitsamt der englischsprachigen St.-Pauls Gemeinde, der römisch-katholischen Pfarrgemeinde St. Bruder Konrad, der freikirchlichen Josua- Gemeinde und der Anskar-Kirche Hamburg-West.

Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski war als Lektorin im Einsatz. Die Paulskirchenband „Up Beat“ gab musikalisch den Ton an und die Musicalgruppe „7t“ der Josua-Gemeinde machte mit einigen Songs Appetit auf ihr Musical „Hoffnungsland“, das sie am Nachmittag aufführte. Die Leitung der Veranstaltung lag bei Anskar-Kirchen-Pastor Michel Ertz und seiner lutherischen Kollegin Kerstin Otterstein von der Paulskirche. Deren Ehemann Paul predigte in englischer Sprache.

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erstellt am 28.Sep.2015 | 12:30 Uhr

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