zur Navigation springen

Schenefeld : Erneut schlägt die Stunde der Bürger

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein gelungenes Experiment wird wiederholt: Stadt lädt für 22. November zum zweiten Bürgerkongress ein.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Die Geburtsstunde der Schenefelder Tafel schlug am 18. Juni 2011 - auf dem ersten Bürgerkongress im Kreis Pinneberg - im Schenefelder Rathaus. Engagierte Bürger griffen die Idee von Sozialarbeiterin Elisabeth Strobl auf, diskutierten, überlegten, welche Voraussetzungen für eine solche Einrichtung geschaffen werden müssen. Am 25. Juli 2012 wurde der Verein gegründet. Die Tafel versorgt heute mehr als 350 bedürftige Menschen wöchentlich mit Lebensmitteln. "Die Tafel ist das schönste Ergebnis, das direkt aus dem Bürgerkongress entstanden ist", sagt Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Die Verwaltungschefin hatte 2011 die Idee für diese Form der Bürgerbeteiligung. Jetzt folgt die Fortsetzung. Die Stadt organisiert für den 22. November 2014 den zweiten Schenefelder Bürgerkongress. Den Wunsch nach der Zweitauflage hatte Küchenhof schon im Juni 2012 formuliert. "Der Bürgerkongress war eine Erfolgsgeschichte", betont die 46-Jährige. Das Experiment sei gelungen. Gut 140 Schenefelder diskutierten einen ganzen Tag lang in 15 verschiedenen Arbeitsgruppen über Schenefelds Zukunft. Vereine, Schulen, Firmen, Institutionen, Politiker: Fast alle gesellschaftlichen Gruppen waren vertreten.

Die "Open-Space-Methode": Am Konzept wird nichts geändert. Die Teilnehmer bestimmen die Tagesordnung selbst. Wer ein Thema vorschlägt, übernimmt die Leitung der Arbeitsgruppe. Küchenhof spricht von der Stunde der Bürger. "Die Verwaltung hält sich zurück. Wir hören zu, stehen bei Fragen zur Verfügung", betont die Verwaltungschefin. Nur in Ausnahmefällen sollen Rathausmitarbeiter eigene Themen vorschlagen. Auch in diesem Jahr soll es zum Einstieg zwei Impulsreferate geben. Die Themen stehen noch nicht fest.

Energie: Dieser Themenkomplex könnte eine wichtige Rolle spielen. Denn Küchenhof und Martina Schiller, Umweltexpertin im Rathaus, möchten gemeinsam das „Energiejahr 2015“ ausrufen. Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen sind geplant. Schenefeld ist wie berichtet bundesweit eine von drei Kommunen, die zurzeit an dem Projekt energieeffiziente Musterkommune teilnimmt.

Die Bürgermeisterin setzt auf die Ideen der Bürger. "Man schmort oft in seinem eigenen Saft. Impulse von außen sind sehr hilfreich. Man gewinnt dadurch ganz neue Einblicke." Anregungen, Anstöße, Diskussionen: Dabei soll es auch diesmal nicht bleiben. Bei besonders großem Interesse an einzelnen Themen kann es auch Folgeveranstaltungen geben.

Die Teilnehmeranzahl wird auch bei der Neuauflage begrenzt – auf maximal 150 Personen. Mehr fasst der Ratssaal nicht. Die Stadt wird wieder für Verpflegung sorgen. Die Veranstaltung ist ganztägig geplant, so dass Bürger die Chance haben, in zwei verschiedenen Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Ab wann Anmeldungen möglich sind, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen