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Schenefelder Tageblatt

23. Oktober 2017 | 05:00 Uhr

Erhaben in Pose geworfen

vom

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Schenefeld | Schüler stemmen Hände in die Hüften und stützen sich aufs Zepter. Ihre Vorbilder: Napoleon, Bismarck und Queen Victoria. 24 Oberstufenschüler des Gymnasiums Schenefeld haben sich auf den feinen, überlebensgroßen Zeichnungen in Herrscherposen verewigt. Die mit Wachsmalkreide gemalten Werke sind im "Stadtzentrum", Galerie des Kunstkreises Schenefeld zu bewundern. "Die Bilder sind toll geworden", lobte Michael Behrens, stellvertretender Vorsitzender des Kunstkreises: Er freue sich, die Kreationen der Jugendlichen in den Ausstellungsräumen zu präsentieren.

Beim Arbeitsprozess haben sich Mädchen und Jungen der 13 d in Zweiergruppen zusammengefunden und gegenseitig porträtiert. "Es war eine interessante Erfahrung, die Bilder zu zeichnen", erklärt Jennifer Tribinger (18). Ihre Stufenkollegin Maike Krümpelmann (19) bedankte sich für die "einmalige Chance, die "von unerfahrenen Händen" angefertigten Bilder, ausstellen zu dürfen. Nicht mit Worten, sondern mit einem musikalischen Beitrag revanchierten sich drei weitere Schüler bei den Kunstkreismitgliedern.

Ziel der Ausstellung: Gewöhnliche Menschen in ungewöhnlichen Posen zu zeichnen. Beim Arbeitsprozess mussten die Abiturschüler - mit dem ästhetischen Profil Kunst - ihrem jeweiligen Partner geduldig Modell stehen. Die präzisen Zeichnungen zeigen, dass ihnen dies vortrefflich gelang.

Die Schüler haben strenge und majestätische Blicke sowie Posen berühmter Persönlichkeiten akribisch studiert, selbst eingenommen und auf dem Papier zeichnerisch verewigt. Bevor es mit der Arbeit losging, fotografierten sich die Jugendlichen in verschiedenen Posen. "Wir haben genau geschaut, wie das wirkt", berichtet Steffen Meyer (19). Doch auch Zeitmanagement und Wirkung des Portraits gehörten zu den Bestandteilen ihres Konzeptes.

Einige Schüler hat das Vorhaben nachhaltig beeinflusst. Kian Asnaashari kann sich "speziell nach dem Projekt vorstellen, in den künstlerischen Bereich zu gehen". Außer Vorstandsmitgliedern und Schülern freute sich auch Kunstlehrerin Lucie Otto: "Es ist toll, dass die Schüler zum Abitur ein solches Abschlussprojekt auf die Beine stellen." Einige Jugendliche seien bei Studien imposanter Persönlichkeiten erst einmal schüchtern geworden, begaben sich dann aber doch ans Werk. Die Schüler haben das Thema "Helden" des Weiteren in einem Theaterstück sowie im Geschichtsunterricht vertieft. Die insgesamt 23 Bilder sind noch bis zum 23. Mai im Ausstellungsraum über der Sparkasse Südholstein zu besichtigen.

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