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Schenefelder Tageblatt

17. Oktober 2017 | 17:44 Uhr

Schenefeld : Er ist der Marathon-Chef

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Leichtathletik-Experte Uwe Hahn etablierte den „24-Stunden-Lauf“.68-Jähriger schöpft Kraft aus Musik.

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erstellt am 16.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Der Abteilungsleiter der Leichtathletik Uwe Hahn (68) organisiert seit zwölf Jahren den 24-Stunden-Lauf in Schenefeld und hat sich für das Event eingesetzt – wie kein anderer. Inzwischen ist der Marathonlauf auf der Liste der Top-Ereignisse in Schenefeld und hat sich zu einem regelrechten Aushängeschild entwickelt. „Ein ehemaliger Kollege von mir hatte mal die Idee, dass wir etwas machen müssten, was sonst keiner im Norden macht“, erzählt der 68-jährige Schenefelder.

Mithilfe eines 200 Mann starken Helferteams gelang es, das Event auf die Beine zu stellen. „Das schwierigste war, Sponsoren zu gewinnen und die Strecke genehmigen zu lassen“, erinnert sich der durchtrainierte Läufer. Dem Organisatoren-Team ging es darum, die Veranstaltung nicht auf Eliteläufer auszurichten. Im Gegenteil wollten sie ein Breitensport-Ereignis anbieten.

Der Team-Gedanke – acht Sportler bewältigen den Lauf - bescherte Hahn dann jede Menge Anmeldungen. Eine Herausforderung war es schließlich, die beteiligten Läufer 24-Stunden lang mit Rettungs- und Massagehelfern zu versorgen. Der Lauf ist deshalb auf eine bestimmte Teilnehmerzahl begrenzt. Inzwischen dürfen bis zu 40 Einzelläufer und 30 Teams starten. Es gelang nach und nach, immer mehr Schenefelder Prominente - wie etwa den Bau-Fachbereichsleiter Günther Leimert zu gewinnen. Der Sport hat dem gebürtigen Altonaer schon in seiner Jugend viel bedeutet. Der IT-Spezialist lernte über das Surfen sogar seine Frau Marion kennen. Für ihre sportlichen Glanzleistungen – wie etwa beim „Iron Man“ – erhielt die Triathletin in diesem Jahr eine sportliche Ehrengabe.

Eine Sportlerfamilie wie aus dem Bilderbuch: Uwe Hahn (v. l.), seine Frau Marion und Sohn Sebastian. Top-Leistungen und eine sportliche Gesinnung gehören zu ihrer Lebensauffassung.
Eine Sportlerfamilie wie aus dem Bilderbuch: Uwe Hahn (v. l.), seine Frau Marion und Sohn Sebastian. Top-Leistungen und eine sportliche Gesinnung gehören zu ihrer Lebensauffassung. Foto: Heiderhoff
 

Für deren Erfolge ist das sportliche Training mit Ehemann Uwe und Sohn Sebastian nicht unerheblich. Alle Familienmitglieder legen beim Marathon eine ungeheure Disziplin an den Tag. „Egal wie das Wetter ist, bei uns wird immer trainiert“, erzählt Ehefrau Marion. Als treibende Kraft sorgt sie dafür, dass die Familie bereits um 8 Uhr mit dem Laufen beginnt. Auch im Urlaub geht es in sportlicher Hinsicht zur Sache.

Bei Blau-Weiß 96 Schenefeld bewältigt Abteilungsleiter Hahn nicht nur verwaltungsrechtlichen Papierkram, sondern nimmt als Obmann von Mai bis Oktober das Sportabzeichen ab. Schließlich fungiert der Schenefelder als Fitnesstrainer der Blau-Weißen.

Doch seine Kraft schöpft Hahn nicht nur aus seinem Engagement für den Sport. Vielmehr ist er als Bassist sogar als Musiker im Einsatz. Gemeinsam mit seiner Rockband „Living Room“ bewältigt der Vater dreier Kinder sechs Auftritte im Jahr wie etwa in der Altonaer Fischauktionshalle. Sein Sohn steht dabei mit ihm auf der Bühne und spielt fetzige Songs der 70er und 80er Jahre. Der Name der ersten CD lautet „Emilienstraße“. Denn in der beliebten Eimsbütteler Straße befand sich der erste Band-Probenraum. Was der Sport für Uwe Hahn bedeutet? Eine Steigerung der körperlichen Fitness. „Mittels langer Läufe bekommt man aber auch den Kopf frei und kann viele Lauffreunde hinzugewinnen“, bilanziert Hahn.

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