Schenefeld : Energie: Klotzen, nicht kleckern

Solaranlagen schonen die Umwelt. In Schenefeld sollen sie  helfen, die  Energiekosten zu senken.
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Solaranlagen schonen die Umwelt. In Schenefeld sollen sie helfen, die Energiekosten zu senken.

Ein Gutachten soll das Sanierungskonzept fürs Schulzentrum liefern. Eine Solaranlage auf dem Dach könnte Strom liefern.

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16. Mai 2014, 13:00 Uhr

Schenefeld | Auftrag erteilt: ran ans Schulzentrum. Schlagrichtung vorgegeben: klotzen, nicht kleckern. Auf dem Weg zu Deutschlands energieeffizienter Musterkommune wird sich die Stadt Schenefeld in den kommenden Jahren zunächst auf ein Großprojekt konzentrieren. Das Schulzentrum Achter de Weiden mit dem Gymnasium, der Gemeinschaftsschule und dem Forum. Das hat der Energieausschuss beschlossen. Es geht darum, die Energiekosten zu senken, den Kohlendioxidverbrauch zu reduzieren. „Wir konzentrieren uns mit dem Schulzentrum auf den Bereich, in dem wir am meisten bewirken können“, betonte CDU-Ratsherr Klaus Brüning. Die Energiekosten an den beiden Schulen liegen zurzeit bei zirka 280.000 Euro im Jahr. Sie könnten laut Energiebericht um zirka 100.000 Euro gesenkt werden. Das Schulzentrum ist bei den städtischen Gebäuden einer der größten Energieschlucker. Die Analyse-Phase ist vorbei. Jetzt wird gehandelt. Zunächst soll ein Gutachten her, das ein Gesamtkonzept für die energetische Sanierung liefert – und aufzeigt, wie viel Geld die Stadt in die Hand nehmen muss. Es geht ums Dach, die Heizung, die Lüftung.

Keine Frage: Schenefelds weiterführende Schulen sind in Schuss. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die Einrichtungen investiert – vor allem in die Dächer. Jetzt soll das Schulzentrum energetisch fit gemacht werden.

Auch einen zweiten Aspekt soll die Expertise beleuchten: den Bau einer großen Solaranlage auf den Dächern des Schulzentrums. Energie soll in Zukunft vor Ort erzeugt und verbraucht werden. Der Aufbau sollte in mehreren Etappen erfolgen.

Erst das Schulzentrum – und dann? Auch für die anderen städtischen Gebäude sollen gezielte Maßnahmen erarbeitet werden – so ist auch eine Solaranlage auf dem Dach des Rathauses denkbar – ebenso für die Straßenbeleuchtung und die Ampelanlagen.

Beim Thema Öffentlichkeitsarbeit werden vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, auch Schenefelder Unternehmen und Bürger für das Energie-Projekt zu begeistern. Der zweite Bürgerkongress im November steht unter dem Titel „Energie“. 2015 hat Bürgermeisterin Christiane Küchenhof zum „Energiejahr“ erklärt. An den Kitas und Schulen sollen Energieprojekte gestartet werden.

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