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Schenefelder Tageblatt

20. August 2017 | 10:12 Uhr

Eine Pendler-S-Bahn für Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schienenanbindung Ausschuss erarbeitet Wünsche für Konzeptstudie

Schenefeld will den Schienenanschluss an Hamburg. Darin waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstagabend einig. Stadtplaner Ulf Dallmann machte deutlich, dass der Erfolg des Projekts vor allem an der wirtschaftlichen Betrachtung hängen wird. „Technisch ist das kein Problem“, sagte er. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei entscheidend. Heißt: Der Nutzen muss größer sein als die Kosten.

Für die Konzeptstudie und die anschließende Machbarkeitsstudie Hamburgs und Schleswig-Holsteins hat Dallmann die Wünsche der Schenefelder zusammengetragen. In der Hansestadt ist die Konzeptstudie weit fortgeschritten. Ende des Jahres solle die Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, so Andreas Bothing, Leiter des Fachbereichs Bauen. „Wir müssen nun schnell aufholen, um Ende des Jahres auf den Zug aufzuspringen“, sagte er. Ausschussvorsitzender Mathias Schmitz (Grüne) räumte ein, dass die Einwohnerdichte, die den Kriterien gerecht wird, in Schenefeld nicht erfüllt werde. Das Argument, das viele Pendler in Schenefeld umsteigen würden, müsse „stark gepusht werden“, sagte Schmitz.


Entlastung für andere Haltestellen


Der Ausschuss stimmte der Ausarbeitung Dallmanns ohne Diskussion zu. Diese enthält folgende Argumente, die für eine Anbindung sprechen: Der Röntgenlaser XFEL als eine der größten Forschungseinrichtungen Nordeuropas wird viele Forscher und Besucher nach Schenefeld ziehen. Die Düpenauachse als Startpunkt in den Erlebnisraum „Regionalpark Wedeler Au“ sei nicht nur ein Naherholgungsraum für Schenefeld, sondern auch für die Bevölkerung der westlichen Hamburger Stadtteile Lurup und Osdorf. Dallmann betont zudem die Entwicklung des Schenefelder Stadtkerns zu einer neuen Mitte bis 2026 mit einer Zunahme der Einwohner und der Haushalte in diesem Bereich und darüber hinaus Zunahme der Einwohnerdichte in einem Einzugsbereich von 500 bis 1000 Metern rund um eine mögliche Haltestelle „Stadtkern“. Eine Endhaltestelle diene als Entlastungsstandort für andere Haltestellen wie zum Beispiel Iserbrook, Wedel, Pinneberg und Halstenbek.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat zudem Fragen formuliert. Unter anderem soll die Mindestanzahl an Haushalten ermittelt werden, die für eine Haltestelle notwendig sind. Zudem muss geklärt werden, welche Angebote im Bereich Park-and-Ride und Bike-and-Ride geschaffen werden müssten, um den Endhaltepunkt für Pendler attraktiv zu machen.

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erstellt am 01.Apr.2017 | 16:28 Uhr

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