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Graßhoff-Abend in Schenefeld : Eine launische Mischung der Kunst

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Jetzt schlägt’s 13: Mehr als 50 Gäste genossen den von Frank Grünberg initiierten Graßhoff-Abend in Schenefeld.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Mit Texten wie „Die Kunstmaus“ hat Frank Grünberg beim von ihm veranstalteten Graßhoff-Abend fasziniert. „Der Abend kam bereits im vergangenen Jahr so gut an, dass wir beschlossen, einen Zweiten zu veranstalten“, erläuterte Grünberg. 50 Gäste waren am Freitag erschienen, um den Abend zu genießen. Bei Graßhoff handelt es sich um einen der meist rezitierten deutschen Schriftsteller. Die originellen, keinen Eintritt fordernden Karten unter dem Motto „Jetzt schlägt’s 13“ kamen gut an und rundeten die Lesung ab. Grünberg freute sich, erneut Jan Timmermann im Team zu wissen. „Es ist schön, jemanden dabei zu haben, der Graßhoff persönlich kannte“, freute sich Grünberg.

Der Unternehmer berichtete Fritz Graßhoff (1913-1997) 1990 kennengelernt zu haben. Es gelang dem damals in Kanada lebenden Schenefelder über seinen in der deutsch-kanadischen Kameradschaft tätigen Sohn, den Kontakt herzustellen. „Obwohl er damals gerade erst einen Herzinfarkt erlitten hatte, empfing er uns“, erinnert sich Timmermann.

Mit einem aus Ontario entstammenden Kasten „erstklassiger“ Weine überraschte Timmermann den Künstler. Der Geschäftsmann hatte sich bereits in jüngeren Jahren für dessen Werk begeistert, besonders für die „Halunkenpostille“.

Graßhoff-Freund Jan Timmermann (Mitte) freute sich über musikalische Beiträge von Karl-Heinz Schopp (l.) und Michael Müller.
Graßhoff-Freund Jan Timmermann (Mitte) freute sich über musikalische Beiträge von Karl-Heinz Schopp (l.) und Michael Müller. Foto: Heiderhoff
 

Grünberg führte im weiteren Verlauf durch den Abend, trug Gedichte und Erzählungen vor und erntete jede Menge Applaus. Es wurde deutlich, dass der laut Grünberg „immer seine Hand auf die Wunde legende Typ“ durchaus auch romantisch werden konnte. Bewusst suchte sich Grünberg andere Texte aus als beim ersten Treffen.

Für gute Stimmung sorgte nicht nur die lockere Vortragsweise Grünbergs, sondern auch der musikalische Beitrag der Musiker Karl-Heinz Schopp und Michael Müller. Bei Liedern wie „Kleine Möwe, flieg nach Helgoland“ kamen die Gäste auf ihre Kosten und sangen mit. Doch zum Vortrag gehörten nicht nur Graßhoff-Lieder, auch Gospels wie „Amazing Grace“ und Schlager wie „Über den Wolken“. Die bunte Mischung machte den Reiz der Veranstaltung aus. „Wir planen im nächsten Jahr wieder einen Graßhoff-Abend zu veranstalten“, versprach Grünberg.

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