Die Bürger reden mit : Ein Zentrum für Schenelfed

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Die Stadt hält Wort: Einwohner können sich frühzeitig an den Planungen beteiligen. Auftaktveranstaltung am 14. Juli im Rathaus.

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01. Juli 2015, 13:05 Uhr

Schenefeld | Jahrelang wurde diskutiert. Passiert ist nichts. Jetzt nimmt der Traum von einem echten Stadtkern für Schenefeld ganz langsam Gestalt an. Das Planungsbüro ist beauftragt, die ersten Untersuchungen starten. Und die Stadt hält Wort. Die Bürger werden von Beginn an beteiligt. Das hatten die Verantwortlichen im Rathaus zugesichert. Bürgermeisterin Christiane Küchenhof lädt für Dienstag, 14. Juli, zur Auftaktveranstaltung ins Rathaus ein. Ab 19 Uhr können sich die Schenefelder nicht nur über das Millionen-Projekt informieren, sondern auch erste eigene Ideen einbringen. Die Meinung der Bürger ist auch für Frank Schlegelmilch vom Planungsbüro BPW baumgart+partner wichtig: „Wir als Gutachter analysieren den Stadtkern mit dem Blick von außen und vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus anderen Städten. Die Bürger verfügen über wichtige Ortskenntnisse, sie wissen um die Probleme und Handlungsbedarfe aus ihren alltäglichen Erfahrungen. Nur wenn man beides zusammenführt, kann daraus ein tragfähiges Entwicklungskonzept entstehen“, betont Schlegelmilch.

Ein Zentrum für Schenefeld: Die geschätzten Kosten liegen bei 20 Millionen Euro. Durch die Aufnahme der Stadt in das Städtebauförderprogramm übernehmen Land und Bund zwei Drittel der Kosten. Ziel ist es, eine Grundlage zu erarbeiten, die eine zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung für den Stadtkern darstellt. Dabei geht es um die vielfältigen stadträumlichen und inhaltlichen Aspekte wie Verkehr, die Qualität der öffentlichen Räume wie Plätze und Parkanlagen aber eben auch um die Angebote für Jung und Alt im Stadtkern. Eine zentrale Fragestellung soll im Prozess beantwortet werden: Was macht den Stadtkern heute und in Zukunft aus? Das Untersuchungsgebiet reicht vom Heisterweg im Süden bis zum Kiebitzweg im Norden. Die Größe ist politisch umstritten.

Bei der Auftaktveranstaltung am 14. Juli sollen anhand von Posterstellwänden Ziele für die Stadtkernentwicklung sowie einzelne räumliche Teilbereiche eingegrenzt werden. Nach den Sommerferien, am 23. September, wird es dann eine Bürgerwerkstatt geben, in deren Rahmen dann konkrete Maßnahmenvorschläge für die Umsetzung entwickelt werden.

„Ich bitte alle Schenefelder, Jugendliche wie Erwachsene, sich zahlreich an dieser Veranstaltung zu beteiligen und dann auch im Herbst weiter an diesem wichtigen und spannenden Entwicklungsprozess aktiv teilzunehmen. Sie können so kreativ an der Zukunftsgestaltung des Stadtkerns mitwirken“, betont Küchenhof.

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