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Interaktive Karte : Ein Zentrum für Schenefeld - jetzt wird es ernst

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

BWP legt der Politik einen Konzeptentwurf vor. Abstimmung mit Kieler Innenministerium. Vorstellung im Stadtentwicklungsausschuss.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2015 | 12:45 Uhr

Schenefeld | Der Traum von einem echten Zentrum: Gleich dreimal konnten Schenefelds Bürger Ideen und Wünsche vorbringen. Jetzt hat das von der Stadt beauftragte Bremer Planungsbüro BWP ein erstes, konkretes Maßnahmenpaket präsentiert. Gewerbe, Wohnen, Freizeit, Grünflächen, öffentliche Gebäude: Das BWP-Team um Frank Schlegelmilch hat für das 29 Hektar große Untersuchungsgebiet nördlich und südlich der LSE erste Nutzungsmöglichkeiten festgezurrt. Mit diesem Entwurf im Gepäck werden Schlegelmilch und Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann am 30. November im Kieler Innenministerium vorstellig.

„Dann geht es auch um die Frage, welche Vorhaben förderfähig sind“, sagt Dallmann. Die Stadt wurde ins Städtebauförderprogramm aufgenommen. In den kommenden Jahren sollen Millionen nach Schenefeld fließen, denn zwei Drittel der geschätzten Investitionskosten in Höhe von 21 Millionen Euro tragen Bund und Land. 2,1 Millionen Euro an Zuschüssen wurden bereits bewilligt. Das Bürgerzentrum soll das neue pulsierende Herz des Zentrums werden. Es soll im Süden als stadtbildprägender Neubau errichtet werden. In direkter Nachbarschaft ist auch die Ansiedlung von gastronomischen Angeboten geplant.

Ein Bürgerzentrum: Das Vorhaben hat die Priorität A, soll zwischen 2018 und 2020 verwirklicht werden. BWP schlägt dafür einen Wettbewerb „Bürgerzentrum“ vor, der sich auch mit der Erweiterung und Gestaltung des Holstenplatzes befassen soll. Denn auch das ist eine Maßnahme, die das Planungsbüro vorschlägt.

Ebenfalls die höchste Priorität weist die geplante Umgestaltung der LSE zwischen dem Düpenau-Grünzug und der Luninezbrücke auf. Eine Machbarkeitsstudie soll schon kommendes Jahr prüfen, ob eine Troglösung möglich ist oder der Fahrbahnquerschnitt reduziert werden kann. Eine neue Zufahrtsstraße vom Osterbrooksweg zum Timmermannsweg sehen die Planer als schnell umsetzbar an. Ebenso wie das Anlegen von neuen Parkplätzen an der Holstenstraße und die Verlegung eines Teilabschnitts der Heisterstraße.

Private Investoren für Wohnungsbau

Priorität B – Umsetzung zwischen 2021 und 2025 – hat die Gestaltung des Düpenau-Grünzugs als „grüner Ring“. Dies gilt auch für die geplanten neuen Wegeverbindungen vom Einkaufszentrum und über das Quartier Papenmoorweg in die Siedlung sowie für die Sanierung des Rathauses. Es soll barrierefrei, der Ratssaal in puncto Akustik und Belüftung ertüchtigt werden.

Die Aufwertung der Bürgerwiese beispielsweise durch Anlage eines Fitness- und Parcoursbereiches und die Initiierung von Veranstaltungen soll von 2016 bis 2025 erfolgen. Ebenso Kunstprojekte, die nicht nur auf der Bürgerwiese, sondern auch für den „grünen Ring“ und den Holstenplatz vorgesehen sind. Priorität C – Umsetzung zwischen 2026 und 2030 – wurde für die Umgestaltung der Industriestraße und die Umgestaltung der Vorplätze des Einkaufszentrums vorgeschlagen.

Besonders im Süden des Untersuchungsgebietes gehören der Stadt bereits viele Grundstücke. Um einzelne Vorhaben umzusetzen, müssten jedoch weitere Areale erworben werden. Schenefeld setzt auch auf private Investitionen im Kern der Stadt. Neue Wohn- und Geschäftshäuser sind in den Bereichen Holstenplatz, Osterbrooksweg, Industriestraße, Kiebitzweg und Alte Landstraße angedacht. Ein konkretes Wohnprojekt könnte direkt am Rathaus umgesetzt werden. Für den Bau eines Mehrgenerationenhauses kämen die ehemalige Post und der Parkplatz am Rathaus in Frage.

Schlegelmilch hat geliefert. Er wird das Maßnahmenpaket am Donnerstag, 12. November, im Stadtentwicklungsausschuss – Beginn: 19.30 Uhr im Rathaus – erläutern. Im Anschluss sind Schenefelds Politiker gefragt. Das endgültige City-Konzept soll im März 2016 beschlossen werden.

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